Kfz-Steuer Image
Quelle: Fotolia

In Kombination mit der Umweltprämie und der Steuerbefreiung für schadstoffarme Fahrzeuge der Emissionsklassen EURO 4 und EURO 5 hat der Bund die Rahmenbedingungen für den Automarkt verbessert. Nach dem jetzt gefundenen Kompromiss soll künftig neben dem Hubraum eines Neuwagens auch sein CO2-Ausstoß in die Bemessung der Kfz-Steuer einfließen. Für Neuwagen wird in Zukunft ein Sockelbetrag je angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum in Höhe von 2 Euro bei Benzinmotoren und 9,50 Euro bei Diesel fällig. Ergänzt wird dies um eine CO2-Komponente. Hier gilt eine Freigrenze von 120 Gramm pro Kilometer. Oberhalb dieser Marke soll für jedes Gramm eine Steuer von 2 Euro fällig werden.

Positiv sollte sich vor allem die jetzt geschaffene langfristige Rechtssicherheit auswirken. Wer ein langlebiges Gut wie ein Auto erwirbt, will vor dem Kauf auch wissen, welche Steuern er zukünftig auf seinen Neuwagen zu entrichten hat. Die Umstellung der Steuer stand aber schon lange im Raum und verunsicherte die potenziellen Käufer. Auch die Wahl eines linearen Steuersatzes ist positiv zu vermerken. Wer viel verbraucht, zahlt mehr, auch an der Zapfsäule. Eine progressive Besteuerung ist hingegen abzulehnen, denn jedes Gramm CO2 ist aus klimatischer Sicht gleichwertig. Es gibt daher keinen Grund, hier eine künstliche Hierarchie zu schaffen.

In Kombination mit Umweltprämie und Steuerbefreiung für schadstoffarme Neuwagen hat der Bund einen Rahmen geschaffen, der die Modernisierung der deutschen Fahrzeugflotte beschleunigen sollte. Dies ist dringend notwendig, denn eine Verjüngung des Bestandes senkt nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch den Schadstoffausstoß. Damit könnte so manche Umweltzone überflüssig werden.

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

Leverkusener Brücke
IW-Nachricht, 11. Oktober 2017

Thomas Puls Leverkusener Brücke: Nur die Spitze des EisbergsArrow

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute den Weg frei gemacht für den Ersatzneubau der Leverkusener Brücke. Damit kann an einem der größten Nadelöhre des deutschen Fernstraßennetzes ab dem Frühjahr endlich gebaut werden. Aber die Brücke in Leverkusen ist nur die Spitze des Eisbergs. mehr