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Kalte Progression Quelle: pixelfabrik/Fotolia

Die kalte Progression entsteht durch die Kombination aus progressivem Steuertarif und Inflation. Wenn ein Arbeitnehmer beim Lohn einen Inflationsausgleich erhält, zahlt er dadurch mehr Steuern, obwohl er sich nicht mehr leisten kann. Diesen Effekt möchte der Finanzminister verhindern. Zu diesem Zweck soll 2013 der Einkommenssteuertarif korrigiert werden. Dadurch werden die Steuerpflichtigen um 6 bis 7 Milliarden Euro jährlich entlastet. Damit wird recht genau das Mehraufkommen zurückgegeben, das der Fiskus aufgrund der kalten Progression seit 2010 zusätzlich eingesammelt hat.

Die kalte Progression ist aber keine einmalige Angelegenheit. Sie tritt jedes Jahr erneut auf und zwar umso stärker, je höher die Inflationsrate ist. Deshalb sollte eine automatische Tarifanpassung beschlossen werden, um sie dauerhaft auszuschalten. Gerade das ist aber nicht beabsichtigt. So kassiert der Fiskus in Zukunft immer wieder ein paar Jahre lang ungerechtfertigt höhere Steuern und kann dann in unregelmäßigen Abständen Entlastungen verkünden. Das ist zwar gut für die Politik, aber schlecht, wenn wirklich dauerhafte Steuergerechtigkeit hergestellt werden soll.

IW-Kurzbericht, 7. Juni 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Steuerklassenwahl beim EhegattensplittingArrow

Seit Jahren steht eine Reform des Ehegattensplittings immer wieder im Raum. Befürworter und Gegner beharren auf ihren jeweiligen Argumenten. Anstatt nur die Systemfrage zu stellen, lohnt es sich über kleine Änderungen am Status quo wie eine Vereinfachung der Lohnsteuerklassen nachzudenken. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

Tobias Hentze Steuerquote: Bund und Länder liegen gleichaufArrow

Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr