Jobverluste Image
Quelle: Fotolia

Seit Jahresbeginn haben sich 2,5 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, die zuvor im ersten Arbeitsmarkt beschäftigt waren. Darunter sind Arbeitnehmer, die entlassen wurden, aber auch solche, deren befristeter Vertrag auslief. Andere haben selbst gekündigt, weil sie zum Beispiel eine besser entlohnte Stelle in Aussicht hatten. Einschließlich der Personen, die sich arbeitslos gemeldet haben, weil sie nach ihrer Ausbildung nicht sofort einen Job bekamen, oder zuvor gar nicht erwerbstätig waren (wie z.B. Mütter), gab es sogar 7 Millionen Neuzugänge in den ersten neun Monaten. Ein Zugang in dieser Größenordnung ist keineswegs ungewöhnlich und hat wenig mit der Krise zu tun. In den Jahren 2005 bis 2008 lag die Zahl der jährlichen Zugänge bei über 8 Millionen.

Dass die Zahl der bei den Agenturen gemeldeten Arbeitslosen trotz der hohen Zugänge nicht explosionsartig gestiegen ist, liegt daran, dass sich jährlich etwa ebenso viele Arbeitslose abmelden. Auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres waren 6,7 Millionen Abgänge zu verzeichnen. Darunter waren 2,5 Millionen Personen, die eine neue Beschäftigung gefunden hatten, weitere 1,6 Millionen begannen eine Aus- oder Weiterbildung.

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr