Die Finanzkrise hat auch den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück ins Geschäft gebracht. Denn der Fonds ist dazu da, Währungen zu stabilisieren und einzugreifen, wenn Staaten in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Eine ganze Reihe von Ländern musste in den vergangenen Monaten auf seine Hilfe zurückgreifen, darunter die Ukraine, Ungarn, Rumänien und Pakistan.

Zeitgleich sind vielfältige IWF-Reformen in Gang gekommen – beispielsweise, was die Konditionen betrifft, unter denen sich Staaten Geld leihen können. So hat der IWF eine Krisenvorsorge-Kreditlinie umgestaltet, die erst im Oktober 2008 neu geschaffen wurde. Doch kein Land nahm diese Hilfe in Anspruch, denn die Bedingungen waren zu hart. Beispielsweise mussten betroffene Staaten den Kredit über neun Monate zurückzahlen. Jetzt können sie ihr Darlehen über fünf Jahre hinweg abstottern. Auch brauchen die Länder den angemeldeten Kredit gar nicht zu nutzen, sondern können ihn als Vorsichtsmaßnahme sozusagen erst einmal reservieren. Diese Lockerungen zeigen Wirkung: Mexiko hat bereits Interesse an einem 47-Milliarden-Dollar-Kredit angemeldet, in den vergangenen Tagen fragte Polen nach 20,5 Milliarden Dollar und nun liebäugelt auch Kolumbien mit dem IWF-Geld.