Integrationsgipfel Image
Quelle: Fotolia

Gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung sind Migranten in vielen Bereichen noch unterrepräsentiert, zum Beispiel im Kindergarten, bei den erfolgreichen Schulabsolventen, in Ehrenämtern, Sportvereinen, aber auch in der öffentlichen Verwaltung – in den Büros von Bund, Ländern und Gemeinden hat noch nicht einmal jeder zehnte Mitarbeiter ausländische Wurzeln. Das Ziel des Aktionsplans ist es daher, mehr Migranten für den öffentlichen Dienst zu werben und den Nachwuchs auch in Kita und Krippe zu integrieren. Denn gerade die frühkindliche Bildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bildungslaufbahn für Kinder mit Migrationshintergrund, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln klar zeigt.

IconIntegrationsrendite | PDF

Die Bundesregierung ist zwar mit dem Aktionsplan auf einem guten Weg – verbindliche Vorgaben sucht man allerdings vergebens. Es bleibt also abzuwarten, ob die Realisierung der Ziele gelingt. So ist es beispielsweise fraglich, ob es tatsächlich eine flächendeckende frühkindliche Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund geben wird – schließlich fehlen in vielen Bundesländern noch immer jede Menge Betreuungsplätze für unter Dreijährige.

"Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt"
Interview, 24. März 2017

Dirk Werner im Südkurier „Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt”Arrow

Zwei Drittel der Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Flüchtlinge beschäftigt haben, wollen das auch in diesem Jahr wieder tun. Von den Unternehmen, die bislang keine Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben, will sich immerhin jedes vierte der Zielgruppe Flüchtlinge öffnen, erklärt IW-Ökonom Dirk Werner im Interview mit dem Südkurier. mehr

23. März 2017

Doppelinterview „Der Papierkram ist für die Unternehmen eine Zumutung“Arrow

Mithilfe von 150 Willkommenslotsen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der Flüchtlingsintegration. Birgit Barfuß ist eine dieser Lotsinnen. Auf ihren Job vorbereitet hat sie das KOFA-Team des IW Köln, zu dem Sarah Pierenkemper gehört. Im iwd-Interview berichten die beiden, welche organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Vermittlung von Flüchtlingen zu überwinden sind. mehr auf iwd.de

Flüchtlingsintegration
IW-Pressemitteilung, 20. März 2017

Flüchtlingsintegration Unternehmen sind stark engagiertArrow

Für die Integration der Flüchtlinge ist es besonders wichtig, dass sie einen Job finden. Dabei kommt den Unternehmen eine entscheidende Rolle zu. Viele Firmen haben bereits Flüchtlinge eingestellt, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik kann Förderangebote noch zielgerichteter einsetzen, um das Engagement von Unternehmen zu stärken. mehr