Nach wie vor besuchen deutlich weniger Zuwanderer- als einheimische Kinder Krippen und Kindergärten. In der Grundschule zeigen sie schlechtere Leistungen. Ein besonderes Problem: Die im Kindesalter entstandenen Wissenslücken werden im weiteren Verlauf der Schullaufbahn größer, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert. Zudem sind in Deutschland Sprachkenntnisse und Schulleistungen der in Deutschland geborenen Einwandererkinder sogar schlechter als die der selbst Zugewanderten.

Eine Förderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund lohnt sich, wie eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. Mehr Betreuungsangebote, eine bessere Sprachförderung und individuelle Unterstützung in der Schule sowie bei der beruflichen Ausbildung können dem Staat auf lange Frist eine Rendite von 12 Prozent bringen."