Rabatte auf Arzneimittel Image
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Seit der Neuordnung des deutschen Arzneimittelmarkts werden Rabatte auf innovative Arzneimittel zwischen dem jeweiligen Unternehmen und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausgehandelt. Für elf Wirkstoffe wurden diese Verhandlungen bereits abgeschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium möchte diese Rabattvereinbarungen veröffentlichen. Doch das ist ein gefährliches Ansinnen. Denn in keiner anderen Industrie werden unternehmensindividuelle Verhandlungsergebnisse der Konkurrenz zugänglich gemacht. Schließt etwa ein Hersteller für Autoscheinwerfer einen Rabattvertrag mit einem Automobilbauer ab, wird dieser Vertrag auch nicht den konkurrierenden Autobauern kostenlos zur Verfügung gestellt. Denn Unternehmen gewähren Rabatte ganz individuell unter Berücksichtigung vieler Komponenten wie der abgenommenen Menge oder der Bedeutung des Verhandlungspartners.

Auf die Pharmabranche hätte eine Veröffentlichung weitreichende Konsequenzen. Manche Länder Europas orientieren sich bei der Preisfindung für Medikamente nämlich am deutschen Preis. In letzter Konsequenz könnte sich deshalb eine Abwärtsspirale in Gang setzen: Ein geringerer inländischer Preis sorgt für niedrigere Preise im Ausland. Diese werden dann wiederum hierzulande als Referenz für die nächste Preisfindung genutzt und es kommt zu weiteren Preisabschlägen. Schlimmstenfalls könnte eine Veröffentlichung der Rabatte deshalb dazu führen, dass die Versorgung mit innovativen Arzneimitteln in Deutschland immer schlechter wird. Denn Unternehmen bieten ihre Neuheiten gar nicht mehr auf dem deutschen Markt an, wenn es sich ob der Rabattierung finanziell für sie nicht mehr lohnt – und einige Unternehmen sind diesen Schritt bereits gegangen.

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Qualitativ hochwertige und weltweit nachgefragte Produkte sorgen dafür, dass Umsatz und Beschäftigung in der Medizintechnik-Branche seit Jahren wachsen. Auch die Aussichten für diesen Zweig der deutschen Metall- und Elektro-Industrie sind gut – dank der steigenden Lebenserwartung in den Industriestaaten und des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern. mehr auf iwd.de

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Der deutsche Arbeitsmarkt eilt von einem Rekord zum nächsten. In den vergangenen 20 Jahren sind 3,7 Millionen neue Jobs entstanden. Ein erheblicher Teil davon geht auf die sozialen Dienstleistungen zurück. mehr auf iwd.de

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IW policy paper, 27. März 2017

Susanna Kochskämper Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung bietet viele PotenzialeArrow

Warum wissen so wenige Patienten, dass sie sich auch im EU-Ausland medizinisch behandeln lassen dürfen – zu den gleichen Konditionen wie im Inland und ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung? Und warum wird diese Möglichkeit bisher so wenig genutzt, obwohl die nationalen Gesundheitssysteme davon profitieren könnten? mehr