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Das Statistische Bundesamt zählt die Abschlüsse – und damit auch doppelt: Wer 2005 seinen Bachelor und 2008 den aufbauenden Master absolviert, gilt in beiden Jahren als „neuer“ Absolvent. Solange Diplomabschlüsse dominierten, gab es kaum einen Unterschied zwischen Personen- und Abschlusszahlen, höchstens, wenn der Dipl.-Ing. noch promovierte. Seit Einführung der neuen Abschlüsse bleiben jedoch 60 Prozent der Fachhochschul-Ingenieure nach dem Bachelor in der FH, meist für einen Masterstudiengang. Von den Uni-Kommilitonen sind es sogar 87 Prozent, die noch mal draufsatteln – typischerweise ebenfalls den Master.

Bereinigt man die Statistik um diese Tatsachen und um Promotionen, so ist die Zahl der Ingenieursabsolventen zwischen 2005 und 2008 um lediglich 16 Prozent gestiegen – und damit deutlich weniger als im akademischen Durchschnitt. Entsprechend ist der Anteil der Ingenieure an allen Absolventen weiter gesunken und erreichte im Jahr 2008 einen neuen Tiefststand von nur noch 16 Prozent.

4. August 2017

Svenja Jambo Studienabbrecher: Vom Hörsaal in die AusbildungArrow

Derzeit bricht fast ein Drittel aller Bachelorstudenten in Deutschland das Studium ab. Politik und Wirtschaft sind darüber zu Recht besorgt – dabei gäbe es Wege, die Situation zu verbessern. Einen Lichtblick gibt es bereits: Der Anteil derjenigen, die nach der Exmatrikulation direkt eine Ausbildung aufnehmen, ist deutlich gestiegen. mehr auf iwd.de

IW-Nachricht, 18. Juli 2017

Oliver Koppel MINT: Fachkräfte verzweifelt gesuchtArrow

Egal ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Elektromobilität – für die Umsetzung dieser neuen Trends benötigen Unternehmen in Deutschland technisch-naturwissenschaftliches Know-How. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Noch nie waren in den sogenannten MINT-Berufen so viele offene Stellen zu besetzen. mehr

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr