Industrielle Gesundheitswirtschaft Image
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Zwei Gesetze bestimmen seit 2010 die Tätigkeiten und Erwartungen der Pharmafirmen in Deutschland: Das GKV-Änderungsgesetz und das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes, kurz AMNOG. Die Konsequenzen der Gesetze spiegeln sich im Inlandsumsatz der forschenden Pharmaunternehmen wieder – und bei ihren Investitionen. Der Inlandsumsatz in Deutschland ist von 2010 auf 2011 um 1,2 Prozent gesunken, die Investitionen gingen sogar um 14 Prozent zurück.

Doch wer glaubt, dass AMNOG und Co. nur die Pharmaunternehmen treffen, irrt. Denn für ihre Produktionsprozesse kaufen die Unternehmen Vorleistungs- und Investitionsgüter anderer Branchen ein – etwa von der chemischen Industrie, der Biotechnologie oder dem Maschinenbau. Folglich führt die Arbeit der Pharma-Firmen auch zu Bruttowertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten in anderen Industrien und Dienstleistungen. Wird die Pharmabranche durch die Politik ausgebremst, kann dies Auswirkungen auf den gesamten Wirtschaftsstandort haben.

Eine vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegebene Studie stützt diese Einschätzung: Durch einen zusätzlichen Beschäftigten in der industriellen Gesundheitswirtschaft entstehen demnach 1,4 Arbeitsplätze in den Vorleistungsindustrien. Steigert die Branche ihre Bruttowertschöpfung um einen Euro, führt das zu weiteren 45 Cent Bruttowertschöpfung bei den Vorleistern.

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Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen Politik
IW-Kurzbericht, 7. Juni 2017

Michael Grömling Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen PolitikArrow

Die hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüsse werden heftig kritisiert. Als Erklärung wird unter anderem eine zu schwache Investitionstätigkeit in Deutschland angeführt. Dieser Zusammenhang ignoriert jedoch die Internationalisierung der Investitions- und Produktionsstandorte sowie intertemporale Spar- und Investitionsentscheidungen. mehr

Aktivitäten chinesischer Investoren in Deutschland
IW-Trends, 6. Juni 2017

Christian Rusche Aktivitäten chinesischer Investoren in DeutschlandArrow

China investiert seit 2014 mehr im Ausland als ausländische Unternehmen in China investieren. Die chinesische Regierung fördert die Direktinvestitionen im Ausland, um die Wirtschaft zu modernisieren, aber auch, um sich Einfluss und wichtige Ressourcen zu sichern. In Deutschland werden die Aktivitäten chinesischer Inves­toren zunehmend kritisch gesehen. mehr

26. Mai 2017

Klaus-Heiner Röhl Medizintechnik: Hightech für die GesundheitArrow

Qualitativ hochwertige und weltweit nachgefragte Produkte sorgen dafür, dass Umsatz und Beschäftigung in der Medizintechnik-Branche seit Jahren wachsen. Auch die Aussichten für diesen Zweig der deutschen Metall- und Elektro-Industrie sind gut – dank der steigenden Lebenserwartung in den Industriestaaten und des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern. mehr auf iwd.de