IG Metall-Kongress Image
Quelle: Fotolia

Weniger klar fielen die Aussagen zum künftigen tarifpolitischen Kurs der Gewerkschaft aus. Eine Lohndiskussion wurde aus gutem Grunde nicht angestoßen. Klar ist, dass die IG Metall ihre Kampagnen gegen Zeitarbeit ebenso fortsetzt wie die Forderung nach einer Übernahme aller Auszubildenden nach deren erfolgreicher Ausbildung. Damit setzt sie das zuletzt gute Klima zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern einem rauen Wind aus. Denn die Arbeitgeber weisen auf die Notwendigkeit von Zeitarbeit hin, warnen vor den negativen Beschäftigungsfolgen eines „equal pay“ und lehnen eine „Verbeamtung“ der Auszubildenden ab. Die aktuell positive Mitgliederentwicklung in den Gewerkschaften könnte deren Streitlust in diesen Punkten stärken.

Andererseits wissen die Gewerkschaften, dass der jüngste Mitgliederzuspruch auch eine Folge des guten Krisenmanagements in der Rezession ist, wodurch ein massiver Beschäftigungsabbau in der M+E-Industrie verhindert wurde. Angesicht der steigenden Konjunkturrisiken tut die Organisation daher gut daran, die Lohndebatte möglichst nah zum Ende der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags zu führen. Sie endet Ende März 2012.

Arndt Kirchhoff im Kölner Stadt-Anzeiger
Interview, 20. November 2017

Arndt Kirchhoff im Kölner Stadt-Anzeiger „Dreht uns nicht den Saft ab” Arrow

Arndt Kirchhoff, IW-Präsident und Chef des Autozulieferers Kirchhoff, äußert sich im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über Energie, notwendige Investitionen in die Infrastruktur des Landes und den Tarifstreit. mehr

14. November 2017

Cornelius Bähr M+E-Industrie: Wettbewerb im WandelArrow

Durch die Globalisierung wurden die Karten auf den Gütermärkten neu gemischt. In der Metall- und Elektro-Industrie konnten neue Wettbewerber substanziell Marktanteile hinzugewinnen. Deutschland hat durch eine hohe Exportorientierung und eine starke Integration in grenzüberschreitende Produktionsnetzwerke seine gute Position gehalten. mehr auf iwd.de

2. November 2017

Cornelius Bähr Arbeitsproduktivität wächst kaum nochArrow

Eine hohe Arbeitsproduktivität ist für die Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie wichtig, um die im internationalen Vergleich hohen Löhne zahlen zu können und dennoch den Standort Deutschland attraktiv zu halten. Doch seit der Finanzkrise fällt das Produktivitätswachstum nur noch gering aus, was den Betrieben zunehmend Sorge bereitet. mehr auf iwd.de