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Weniger klar fielen die Aussagen zum künftigen tarifpolitischen Kurs der Gewerkschaft aus. Eine Lohndiskussion wurde aus gutem Grunde nicht angestoßen. Klar ist, dass die IG Metall ihre Kampagnen gegen Zeitarbeit ebenso fortsetzt wie die Forderung nach einer Übernahme aller Auszubildenden nach deren erfolgreicher Ausbildung. Damit setzt sie das zuletzt gute Klima zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern einem rauen Wind aus. Denn die Arbeitgeber weisen auf die Notwendigkeit von Zeitarbeit hin, warnen vor den negativen Beschäftigungsfolgen eines „equal pay“ und lehnen eine „Verbeamtung“ der Auszubildenden ab. Die aktuell positive Mitgliederentwicklung in den Gewerkschaften könnte deren Streitlust in diesen Punkten stärken.

Andererseits wissen die Gewerkschaften, dass der jüngste Mitgliederzuspruch auch eine Folge des guten Krisenmanagements in der Rezession ist, wodurch ein massiver Beschäftigungsabbau in der M+E-Industrie verhindert wurde. Angesicht der steigenden Konjunkturrisiken tut die Organisation daher gut daran, die Lohndebatte möglichst nah zum Ende der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags zu führen. Sie endet Ende März 2012.

23. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Rund um die Uhr bereitArrow

Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

21. Juni 2017

Adam Giza Gewerkschaften unter DruckArrow

Die Arbeitnehmervertretungen kommen zunehmend unter Druck. Nicht einmal mehr jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland war 2015 Mitglied in einer Gewerkschaft. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de

9. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl M+E-Industrie 2016: Nur am Anfang stark Arrow

Die Bilanz der M+E-Industrie für das Jahr 2016 fällt durchwachsen aus. Zwar verzeichnete sie einen Produktionszuwachs von 1,5 Prozent, allerdings konnten die Unternehmen vom wachsenden privaten und öffentlichen Konsum in Deutschland nur bedingt profitieren. Außerdem bremste die politische Unsicherheit die Investitionen. Positiv machte sich unter anderem die weitere Erholung im Euroraum bemerkbar. mehr auf iwd.de