70,3 Prozent der Beschäftigten im Jahr 2018 waren demnach in einem Normalarbeitsverhältnis angestellt. Darunter fallen abhängig, unbefristet Angestellte mit über 20 Wochenstunden, die nicht in Zeitarbeit arbeiten.

Zwischen 2006 bis 2018 kamen rund vier Millionen solche Beschäftigungsverhältnisse hinzu – das entspricht einem Anteil von fast 90 Prozent aller neu entstandenen Jobs. Die Zahl der Arbeitnehmer in einem sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnis – dazu zählen Teilzeitbeschäftigte mit höchstens 20 Wochenstunden, Minijobs, befristet Beschäftigte und Zeitarbeitnehmer – stagnierte dagegen.

Keine stärkere Regulierung notwendig

Insgesamt gibt es aktuell weniger Teilzeitbeschäftigte mit geringer Stundenzahl und weniger befristetet Beschäftigten als noch vor zwölf Jahren. Zuwächse gab es allein bei der Zeitarbeit. Die Branche reagiert überproportional stark auf konjunkturelle Einflüsse und konnte dementsprechend von dem stabilen Wachstum der vergangenen Jahre profitieren. Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung im laufenden Jahr geht die Beschäftigtenzahl wieder zurück.

Das Normalarbeitsverhältnis gewinnt also wieder an Bedeutung. Das zeigt nicht nur, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt die Lebenslage vieler Menschen verbessert hat, sondern auch, dass es keinen Grund gibt, die atypische Beschäftigung in den Betrieben laufend stärker zu regulieren. So plant es die Bundesregierung, um Befristungen zu erschweren.