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Außerdem ist es gesellschaftlicher Konsens, dass ein immer größerer Teil der Bevölkerung durch Bildung in höhere, besser bezahlte Positionen aufsteigt. Die DIW-Berechnungen dokumentieren eine geringfügige Zunahme der Ungleichheit, die es im langfristigen Trend in Deutschland und in vielen anderen Ländern auch zweifellos gegeben hat. Dies liegt zum einen daran, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte immer knapper werden und daher auch leichter höhere Löhne durchsetzen können. Auf der anderen Seite wird die Mittelschicht überwiegend dadurch dünner, dass aus unteren Einkommensschichten zu wenige den Sprung nach „oben“ schaffen.

Dies hat nicht zuletzt auch mit demografischen Trends zu tun. So erklärt beispielsweise der steigende Bevölkerungsanteil sowie die veränderte Einkommensposition von Alleinerziehenden und Personen mit Migrationshintergrund rund die Hälfte der Zunahme relativer Einkommensarmut seit Mitte der 1990er Jahre.

Gerade gezielte Investitionen in Bildung sind daher sehr vielversprechend. So können eine bessere frühkindliche Bildung und mehr Ganztagsschulen die Integration von Zuwanderern und ihren Kindern erleichtern und den Alleinerziehenden helfen, Familie und Beruf besser unter einem Hut zu bekommen.

Nicht zuletzt wirkt ein steigendes Bildungsniveau wachtumsbeschleunigend und schafft daher auch die Voraussetzungen für höhere Einkommenszuwächse.

IW-Trends, 12. April 2017

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Zunehmende Ungleichheit wird für Wachstumsprobleme und eine politische Polarisierung in einer Reihe von fortgeschrittenen Volkswirtschaften verantwortlich gemacht. In einer Studie hat das IW Köln nun die funktionelle Einkommensverteilung in Deutschland untersucht. Damit soll die Frage, ob sich im makroökonomischen Produktionsprozess die Einkommensentstehung weg von den Arbeitseinkommen entwickelt hat, empirisch beantwortet werden. mehr

Lohnquote weitgehend stabil
IW-Pressemitteilung, 12. April 2017

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In der Debatte um ein Auseinanderdriften von Arm und Reich ist in letzter Zeit auch immer wieder eine These aufgekommen: Arbeitseinkommen würden im Vergleich zu Kapitaleinkommen zunehmend an Bedeutung verlieren. Eine Studie des IW Köln kommt zu einem anderen Ergebnis. Der Anteil am Gesamteinkommen, den Arbeitnehmer erwirtschaften, ist in Deutschland weitgehend stabil. mehr

10. April 2017

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Der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen ist in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben. Die Lohnquote liefert also keinen Beleg für eine umfassende Umverteilung von Arbeits- zu Kapitaleinkommen. Ohnehin bildet die Quote die Realität nur unvollständig ab. mehr auf iwd.de