Hochschulzugang Image
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Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben im Oktober 2008 die „Qualifizierungsinitiative für Deutschland“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, die Qualität des Bildungssystems deutlich zu steigern und die Höherqualifizierung stärker zu fördern. Dafür soll das Bildungssystem durchlässiger werden, etwa indem der Hochschulzugang geöffnet wird, um die Zahl der Studienanfänger zu steigern.

Nun haben die Länder im Rahmen der KMK eine ihrer zentralen Selbstverpflichtungen umgesetzt und einheitliche länderübergreifende Kriterien für den Hochschulzugang beruflich qualifizierter Bewerber ohne Abitur vereinbart. Demnach erhalten Absolventen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt und vergleichbarer Abschlüsse den allgemeinen Hochschulzugang. Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung steht unter bestimmten Voraussetzungen der fachgebundene Zugang zur Hochschule offen.

Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung. Um Berufspraktikern nicht nur den Zugang zu öffnen, sondern ihnen ein erfolgreiches Studieren zu ermöglichen, ist es nun erforderlich, ihnen beim Start ins Studium etwa über Brückenkurse zu helfen. Zudem muss klar definiert werden, wie beruflich erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten auf ein Hochschulstudium angerechnet werden können. Eine aktuelle IW-Studie hat gezeigt, dass beispielsweise ein staatlich geprüfter Betriebswirt bei einer angemessenen Vergabe sogenannter Credit-Points und entsprechender Förderung sein Bachelorstudium in vier statt sechs Semestern absolvieren könnte.

Duales Studium: Konkurrenz zur Berufsausbildung?
IW-Kurzbericht, 18. Juli 2017

Mathias Winde / Christiane Konegen-Grenier Duales Studium: Konkurrenz zur Berufsausbildung?Arrow

Das duale Studium findet große Anerkennung, da es Theorie und Praxis miteinander verbindet. Allerdings haben sich zuletzt Stimmen gemehrt, die über zu wenig beruflich qualifizierte Absolventen hinweisen. Können sich duale Studiengänge langfristig etablieren, oder ziehen sich die Unternehmen zugunsten der betrieblichen Ausbildung zurück? mehr

12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de