Die Zahl der Studierenden hat Rekordwerte erreicht und die Reputation der Hochschulforschung ist durch die Exzellenzinitiative international besser sichtbar geworden. Diese positiven Entwicklungen sind nicht zuletzt dem Engagement des Bundes in der Hochschulfinanzierung zu verdanken: Seine finanzielle Beteiligung ist in den letzten zehn Jahren dreimal so stark gestiegen wie die der Länder. Allerdings fließen die zusätzlichen Mittel in befristete Programme. Wie es nach 2020 weitergeht, ist bislang völlig offen.

Die Spitzenverbände der Wirtschaft fordern deshalb eine dauerhafte gemeinsame Finanzierungsverantwortung von Bund und Ländern. Gleichzeitig sollen stärker als bisher Wettbewerbs- und Investitionsanreize gesetzt werden. So soll das Geld des Bundes – anders als im Hochschulpakt – nicht für mehr Studienanfänger, sondern für mehr Absolventen fließen. So bestünde nicht nur ein Anreiz, in mehr Studienplätze zu investieren. Vielmehr würden die Hochschulen motiviert, Studienabbrüche wirkungsvoll zu bekämpfen.

Für innovative Lehrprojekte sollen die Hochschulen weitere Mittel bei einem bundesweiten Förderwerk einwerben können. In der Forschung sollen erfolgreich eingeworbene Drittmittel indes durch einen staatlichen Bonus aufgestockt werden. Zusätzliches Geld zur Qualitätsverbesserung soll die Wiedereinführung von Studiengebühren bringen. Damit die Gebühren sozialverträglich sind und niemanden abschrecken, würden sie nach dem Willen der Wirtschaft allerdings erst dann fällig, wenn die Studenten nach erfolgreichem Abschluss ein bestimmtes Einkommen erzielen.