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Tatsache ist, dass es in den vergangenen Jahren gelungen ist, vielen Hartz-IV-Beziehern – häufig Geringqualifizierten - eine Stelle zu besorgen. Und nur wer einen Job hat, kann überhaupt erst arbeitslos werden. An einem schlechteren Schutz durch die Arbeitslosenversicherung liegt es jedenfalls nicht, dass mehr Menschen, wenn sie arbeitslos werden, nicht Arbeitslosengeld I, sondern das niedrigere ALG II beziehen. Denn die Rahmenbedingungen für den Anspruch auf ALG I haben sich im fraglichen Zeitraum nicht geändert.

Werden beide Seiten der Medaille betrachtet, fällt die Bilanz eindeutig positiv aus: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die einen neuen, regulären Job finden, ist nicht nur größer. Sie nimmt auch stärker zu als die Zahl der Arbeitnehmer, die ihre Stelle verlieren und auf Hartz IV angewiesen sind. So bekamen 667.000 Arbeitnehmer, die zwischen Januar und November 2011 ihren Job verloren, anschließend Hartz IV. Gleichzeitig haben allerdings 855.000 Hartz-IV-Empfänger einen Job gefunden. Und auch die Zahl derjenigen Arbeitslosen ist deutlich rückläufig, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld I abgelaufen ist und ins Arbeitslosengeld II wechseln müssen.

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr