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Tatsache ist, dass es in den vergangenen Jahren gelungen ist, vielen Hartz-IV-Beziehern – häufig Geringqualifizierten - eine Stelle zu besorgen. Und nur wer einen Job hat, kann überhaupt erst arbeitslos werden. An einem schlechteren Schutz durch die Arbeitslosenversicherung liegt es jedenfalls nicht, dass mehr Menschen, wenn sie arbeitslos werden, nicht Arbeitslosengeld I, sondern das niedrigere ALG II beziehen. Denn die Rahmenbedingungen für den Anspruch auf ALG I haben sich im fraglichen Zeitraum nicht geändert.

Werden beide Seiten der Medaille betrachtet, fällt die Bilanz eindeutig positiv aus: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die einen neuen, regulären Job finden, ist nicht nur größer. Sie nimmt auch stärker zu als die Zahl der Arbeitnehmer, die ihre Stelle verlieren und auf Hartz IV angewiesen sind. So bekamen 667.000 Arbeitnehmer, die zwischen Januar und November 2011 ihren Job verloren, anschließend Hartz IV. Gleichzeitig haben allerdings 855.000 Hartz-IV-Empfänger einen Job gefunden. Und auch die Zahl derjenigen Arbeitslosen ist deutlich rückläufig, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld I abgelaufen ist und ins Arbeitslosengeld II wechseln müssen.

Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de

AfD-Wähler in NRW
IW-Kurzbericht, 1. August 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues NRW-Wahl: Nur wenige AfD-Wähler arbeitslosArrow

Obwohl die Bedingungen für einen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl am 13. Mai 2017 günstig waren, fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Besonders gut schnitt die AfD in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen des Ruhrgebiets mit hoher Arbeitslosigkeit ab. Arbeitslose selbst jedoch stellen nur eine kleine Gruppe des AfD-Elektorats, das sich hauptsächlich aus Angestellten und Arbeitern zusammensetzt. mehr