Entspricht Stundenlohn bis zu 10 Euro Image
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Um diese Einkommen mit einer Arbeit ohne ergänzende Transfers zu erwirtschaften, müssten bei einer Vollzeitbeschäftigung Stundenlöhne von 5,60 Euro, 7,60 Euro bzw. 10,30 Euro erzielt werden. Gerade Arbeitsuchende mit Familien dürften es somit schwer haben, sich mit einer Arbeit aus dem Transferbezug zu befreien. Allerdings bietet Hartz IV die Möglichkeit, Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II zu kombinieren. Wenn zum Beispiel die Alleinerziehende einen 400-Euro-Job annimmt, kann sie ihr verfügbares Einkommen auf gut 1.300 Euro steigern.

Höhere Regelsätze würden zu einer Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten führen – die Zahl der Hartz-IV-Empfänger wird steigen. Darüber hinaus erhalten Erwerbstätige einen Anreiz, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und das entgangene Erwerbseinkommen durch ergänzendes Arbeitslosengeld II zu kompensieren.

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr