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Wie viele Sanktionen ausgesprochen werden, hängt von drei Faktoren ab: 1. von der Zahl der Hilfeempfänger, die gegen gesetzliche Pflichten verstoßen; 2. von der Intensität, mit der sich die Job-Center um die Hilfeempfänger kümmern und 3. von der Zahl der Job-Angebote, die die Fallmanager den Arbeitslosen machen können.

Bei den beiden letzten Faktoren hat sich einiges getan: Arbeitslosengeld-II-Empfänger können mittlerweile intensiver betreut werden – ihre Zahl ist seit 2008 von 5 Millionen auf gegenwärtig nur noch 4,3 Millionen gesunken. Außerdem haben die Job-Center aufgrund der guten Arbeitsmarktlage mehr Angebote, die sie den Arbeitslosen unterbreiten können.

Aus diesen Gründen steigt die Zahl der Sanktionen in Zeiten des wirtschaftlichen Booms traditionell an, während sie in der Rezession zurückgeht. Und noch etwas andere sollte bei der Bewertung der Sanktionen nicht falsch interpretiert werden: Zwar wurden die meisten Sanktionen für Meldeversäumnisse verhängt und nicht wegen der Weigerung, ein Arbeitsangebot anzunehmen. Doch hinter dem Versäumnis, beim Job-Center überhaupt vorstellig zu werden, kann sich durchaus verbergen, dass sich ein Arbeitsloser weigert, ein Job-Angebot anzunehmen.

Ansprechpartner

13. April 2017

Frankreich Viel Arbeit für den WahlsiegerArrow

Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr