Akademiker-Engpass bedroht Innovationsstandort D Image
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So sollte es zum Beispiel keine Rolle spielen, ob die Eltern eines Studenten ebenfalls Akademiker sind. Sogenannte Bildungsaufsteiger finden sich bereits heute verstärkt in den MINT-Studiengängen. In der Regel sind es aber Männer. Frauen wählen immer noch Lehramtsstudiengänge als typische Aufsteigerfächer. Die Experten fordern daher zu Recht, bereits in den Vorschulen mit einem technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht zu beginnen – und damit vor allem mehr Begeisterung bei Mädchen für Mathe, Physik und Co. zu wecken.

Und auch ein fehlendes Abitur sollte einem Studium nicht mehr unbedingt im Wege stehen, etwa bei Absolventen einer technischen Berufsausbildung. Bislang sperren sich aber viele Hochschulen gegen diesen Vorschlag, obwohl Unternehmen gerade in den MINT-Qualifikationen ein berufsbegleitendes Studium anbieten möchten. Allerdings sind die beruflich qualifizierten Beschäftigten für Unternehmen meist ebenso wichtig wie ihre Kollegen mit Akademikergraden, wie der Innovationsmonitor 2012 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft jüngst gezeigt hat. Doch wie die MINT-Berufsausbildung gestärkt werden könnte, zeigt die Expertenkommission nicht.

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19. Juli 2017

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Sowohl die Innovationsfähigkeit als auch der Bildungsstand der Bevölkerung lassen sich in Deutschland noch verbessern. Die erforderlichen höheren Bildungsausgaben finanzieren sich aufgrund des demografischen Wandels ab 2020 mehr und mehr selbst. mehr auf iwd.de

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Das IW Köln hat die Wachstumsperspektiven Deutschlands bis 2035 modelliert. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt unter den heutigen Gegebenheiten nur noch schwach zulegen. Doch es gibt Alternativen, wenn die Politik die richtigen Weichen stellt, erklärt Michael Grömling, Leiter der IW-Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur, im Gespräch mit dem iwd. mehr auf iwd.de

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Ob Flugzeugturbinen, Schuhe, Prothesen oder Fruchtgummi: Die Einsatzmöglichkeiten für 3-D-Drucker kennen kaum noch Grenzen. Auch wirtschaftlich ist der Markt eine einzige Erfolgsstory. Deutsche Firmen stehen den Innovationen besonders offen gegenüber. mehr auf iwd.de