Quelle: Fotolia
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Griechenland muss vor allem jene Staatsausgaben kürzen, die eindeutig überdimensioniert und Ergebnis einer notorischen Klientelwirtschaft sind. Das ist beispielsweise im überbesetzten öffentlichen Dienst so – hier wird die Regierung nicht um einen Stellenabbau herumkommen.

Darüber hinaus geht es um Reformen für mehr Gerechtigkeit. Das heißt im Einzelnen:

  • Weitere Lohnkürzungen für die verbleibenden Staatsbediensteten. Im öffentlichen Dienst sind die Löhne meist sehr viel höher als in der Privatwirtschaft.
  • Abgaben, die vor allem die Wohlhabenden treffen, stärker erhöhen. Zudem muss die Steuerflucht ins Ausland sanktioniert werden.
  • Strukturreformen umsetzen. Viele freie Berufe wie Anwälte, Apotheker oder Architekten sind stark vor Konkurrenz abgeschottet. Wegen dieser Klientelwirtschaft können die Insider in diesen Sparten leichtes Geld verdienen, während die Außenstehenden und vor allem junge gut ausgebildete Menschen das Nachsehen haben. Gesetze, die diese Pfründe beseitigen, sind zwar schon beschlossen, doch die Umsetzung stockt. Hier ist viel mehr Nachdruck gefragt.
Veranstaltung
Veranstaltung, 11. Mai 2017

19. Finanzmarkt Round-Table Die Rückkehr der Inflation – Zwischenspiel oder neue Bedrohung?Arrow

Nach einer langen Phase sinkender Inflationsraten und Deflationsgefahren scheint die Inflation auf dem Wege der Normalisierung – oder ist dies nur ein Zwischenspiel und hohe Inflation wird zur neuen Bedrohung für die Eurozone? Diskutieren Sie mit uns – beim 19. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

Michael Hüther im Deutschlandfunk
Interview, 29. März 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk „Die Briten sind in dieser Situation schlechter gestellt”Arrow

Nach dem Brexit-Beschluss Großbritanniens müsse es jetzt darum gehen, die Interessen der Gemeinschaft in den Fokus zu rücken, sagte IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Deutschlandfunk. Ein Staat, der sich aus der Integration herausnehme, dürfe anschließend nicht von möglichen Sonderregelungen profitieren. mehr

Deutschland hat die erste Welle der Brexit-Wirkungen hinter sich
IW-Kurzbericht, 28. März 2017

Jürgen Matthes / Berthold Busch Deutschland hat die erste Welle der Brexit-Wirkungen hinter sichArrow

Nach der Erklärung von Artikel 50 wird es ernst. Während die kurzfristigen Brexit-Wirkungen auf das UK bisher erstaunlich gering blieben, sind die deutschen Exporte in das UK seit dem Referendum deutlich gesunken. Damit dürfte das Gros der Kurzfrist-Wirkungen aber bereits bewältigt sein, ohne dass dies die stabile deutsche Wirtschaft aus dem Tritt gebracht hat. mehr