Gesundheitssystem Image
Quelle: Fotolia

Ab nächstem Jahr soll der Beitragssatz von derzeit 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Damit klettert auch der Arbeitgeberbeitrag um 0,3 Prozentpunkte. Bei unveränderten Nettolohnansprüchen der Arbeitnehmer belastet das die Beschäftigungschancen vor allem für jene, die in einen regulären Job aufnehmen wollen – denn der wird durch die Beitragserhöhung teurer für den Arbeitgeber.

Es gibt aber auch einen Hoffnungsschimmer: Die Kassen sollen künftig zusätzliche Prämien von ihren Versicherten erheben statt nach noch höheren Beitragssätzen zu rufen. Entsprechend hat die Koalition zumindest den Arbeitgeberbeitrag bei 7,3 Prozent festgeschrieben. Die nötige Zusatzprämie dürfte bis 2014 im Durchschnitt auf 16 Euro pro Monat steigen. Ein steuerfinanzierter Sozialausgleich soll Belastungen auffangen, sobald der mittlere Wert der Prämie 2 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens übersteigt. Das dürfte aber wiederum den Bundeshaushalt belasten. Ob damit am Ende nicht doch die Versuchung überwiegt, einfach den Beitragssatz zu erhöhen, bleibt abzuwarten.

Exportschlager Gesundheit
IW-Report, 8. März 2017

Jasmina Kirchhoff Exportschlager Gesundheit – Wachstumstreiber Schwellenländer?Arrow

Die deutsche Pharma- und Medizintechnikbranche legte in den vergangenen Jahren ein besonderes Augenmerk auf bevölkerungsreiche und schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Anders als auf den etablierten Märkten erhoffen sich die Unternehmen hier starke Umsatzzuwächse. mehr

14. Februar 2017

Entgeltfortzahlung Krankheit kostet MilliardenArrow

Die Ausgaben der Unternehmen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben 2015 erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro überschritten. Mit medizinischer Prävention ließe sich zwar gegensteuern – der Aufwand dafür darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr