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Eine Studie der Barmer GEK will aufgedeckt haben, dass die Bevölkerungsalterung bislang nicht annähernd so dramatische Auswirkungen auf die Ausgabenentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat, wie oftmals behauptet. Allerdings ist diese scheinbar verblüffende Erkenntnis weder neu, noch zeigt sie alle Facetten der künftigen Entwicklung.

So steht Deutschland das Gros des demografisch bedingten Ausgabenanstiegs noch bevor. Nach einer IW Studie wird – bei ansonsten unveränderten Bedingungen – allein die Bevölkerungsalterung die Ausgaben der GKV bis zum Jahr 2050 um ein Viertel gegenüber dem Status quo erhöhen.

Richtig ist zwar, dass andere Ausgabentreiber noch größere Kosten-Effekte nach sich ziehen. Fehlanreize fördern nicht nur ineffizientes Verhalten, sie führen auch zu Mehrausgaben durch den medizinisch-technischen Fortschritt. Deshalb erhöhen sich die Ausgaben bis 2050 selbst bei einer stabilen Bevölkerung um mehr als die Hälfte.

Dennoch sollte der demografische Einfluss nicht bagatellisiert werden. Weil das beitragspflichtige Ruhestandseinkommen in der Regel niedriger ausfällt als das Erwerbseinkommen, sorgt ein höherer Altenanteil zukünftig auch für geringere Einnahmen.

Mittelfristig kommt die GKV deshalb nicht daran vorbei, die Versorgung stärker über den Wettbewerb zu steuern. Dies wird aber nur gelingen, wenn gleichzeitig auch auf der Finanzierungsseite Preisunterschiede deutlich werden – etwa über eine Gesundheitsprämie. Die könnte nämlich umso niedriger ausfallen, je besser es der einzelnen Krankenkasse gelingt, eine qualitativ hochwertige Versorgung auch kostengünstig anzubieten. Der Sozialausgleich sollte ohnehin über das Steuer-Transfersystem erfolgen, weil er dort treffsicher organisiert werden kann.

IW policy paper, 3. November 2017

Wido Geis Labour market potentials of the freedom of movement for workersArrow

The freedom of movement for workers is one of the core principles of the European Union and most Europeans have positive attitude towards it. 75 percent regard it as a good and only 9 percent as a bad thing. Nevertheless, the number of persons moving from one EU member country to another is still small. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr