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Bei der Frage, ob eine Frauenquote Sinn macht oder nicht, gibt es verschiedene berechtigte Einwände:

Erstens gilt weiterhin die grundsätzliche Frage, warum in Zukunft das Geschlecht für einen Teil der Besetzungen ausschlaggebend sein soll. Schließlich haben Unternehmen seit jeher ein großes Eigeninteresse daran, die am besten geeigneten Menschen mit Führungsverantwortung und Kontrollaufgaben zu betrauen. Dafür ist eine Quote kontraproduktiv.

Zweitens sind Zweifel erlaubt, ob „leere Stühle“ im Aufsichtsrat einen Beitrag für eine gute Unternehmensführung und -kontrolle leisten. Dies gilt vor allem dann, wenn besondere Kenntnisse im Kontrollgremium gefragt sind und weibliche Kandidaten diese nicht aufweisen oder sich gegen die Ausübung des Mandats ausgesprochen haben. Der Sanktionsmechanismus mag zwar am Ende dazu führen, dass die gesetzliche Mindestquote in den gut 100 börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen erfüllt wird, der wirtschaftliche Erfolg wird damit aber nicht befördert.

Drittens werden andere Aktiengesellschaften und GmbHs –insgesamt rund 3.500 börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen – in der Praxis einfach nicht genügend Kandidatinnen finden, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Deshalb müsste man den Unternehmen eigentlich empfehlen, sich nicht zu ehrgeizige Ziele zu setzen. Dies gilt insbesondere für solche im Bau- und im Verarbeitenden Gewerbe. Hier könnte das Gesetz sogar die Unternehmen davon abschrecken, sich ambitionierte Ziele zu setzen.

Viertens wird manches Unternehmen abwägen müssen, was wichtiger ist: Die Erfüllung der eigenen Zielvorgabe oder der Rückgriff auf sachgemäße Kriterien bei der Bewertung von Bewerberinnen und Bewerbern im Wettbewerb um Führungspositionen. Was im Gesetzgebungsverfahren nämlich zu keiner Zeit eine Rolle gespielt hat, ist der Umstand, dass die Besetzung von Führungspositionen ein zentrales Element des Leistungsmanagements ist. In diesem Zusammenhang mag man es mögen oder nicht, aber Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung sind immer noch ein Handikap – für Mann und Frau gleichermaßen.

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1. November 2017

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Wie viele Kinder in einer Region geboren werden, hängt signifikant mit dem Geschlechterverhältnis vor Ort zusammen. Dem trägt die Statistik bislang allerdings kaum Rechnung, weil sie nur die Kinder pro Frau ausweist. mehr auf iwd.de

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Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de

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Jörg Schmidt Traditionelle Rollenbilder leben längerArrow

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