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So hat das Statistische Bundesamt kürzlich herausgefunden, dass nur ein Viertel der geringfügig Beschäftigten keine andere Job-Perspektive hätte. Ganz überwiegend sind es dagegen persönliche Gründe, warum der Erwerbsumfang nicht über einen Minijob hinausgeht: Familiäre und häusliche Verpflichtungen wie die Betreuung von Kindern oder Angehörigen, aber auch der Wunsch, Zeit für andere Dinge zu haben. Eine geringere Rolle spielen dagegen sozialversicherungsrechtliche und steuerliche Anreize.

Eine Auswertung des Sozio-ökonomischen Panels – einer Befragung von rund 20.000 Personen – belegt, dass nur rund 15 Prozent der geringfügig Beschäftigten eine Vollzeitbeschäftigung möchten. Das entspricht genau dem Anteil, der den Wechsel zu einer vollen Stelle innerhalb von drei Jahren dann auch schafft. Hinweise auf einen massenhaften unfreiwilligen Verbleib im Minijob-Segment ergeben sich also nicht. Das räumt auch die Untersuchung des Ministeriums ein: Nur 17 Prozent der geringfügig beschäftigten Frauen sind der Meinung, dass der Minijob für sie eine berufliche Sackgasse ist.

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8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr