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So hat das Statistische Bundesamt kürzlich herausgefunden, dass nur ein Viertel der geringfügig Beschäftigten keine andere Job-Perspektive hätte. Ganz überwiegend sind es dagegen persönliche Gründe, warum der Erwerbsumfang nicht über einen Minijob hinausgeht: Familiäre und häusliche Verpflichtungen wie die Betreuung von Kindern oder Angehörigen, aber auch der Wunsch, Zeit für andere Dinge zu haben. Eine geringere Rolle spielen dagegen sozialversicherungsrechtliche und steuerliche Anreize.

Eine Auswertung des Sozio-ökonomischen Panels – einer Befragung von rund 20.000 Personen – belegt, dass nur rund 15 Prozent der geringfügig Beschäftigten eine Vollzeitbeschäftigung möchten. Das entspricht genau dem Anteil, der den Wechsel zu einer vollen Stelle innerhalb von drei Jahren dann auch schafft. Hinweise auf einen massenhaften unfreiwilligen Verbleib im Minijob-Segment ergeben sich also nicht. Das räumt auch die Untersuchung des Ministeriums ein: Nur 17 Prozent der geringfügig beschäftigten Frauen sind der Meinung, dass der Minijob für sie eine berufliche Sackgasse ist.

Ansprechpartner

1. November 2017

Wido Geis / Katrin Orth Ohne Männer keine GeburtenArrow

Wie viele Kinder in einer Region geboren werden, hängt signifikant mit dem Geschlechterverhältnis vor Ort zusammen. Dem trägt die Statistik bislang allerdings kaum Rechnung, weil sie nur die Kinder pro Frau ausweist. mehr auf iwd.de

18. Oktober 2017

Sarah Pierenkemper Weibliche Flüchtlinge gezielt integrieren Arrow

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de

Nebenjob
IW-Nachricht, 13. Oktober 2017

Holger Schäfer Nebenerwerbstätigkeit: Kein Indiz für ArmutArrow

3,2 Millionen Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebenbeschäftigung nach – rund eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor. Ein Grund zur Aufregung ist das aber nicht: Nebenjobber sind sogar oft sozial besser gestellt als andere Beschäftigte. mehr