Generation Praktikum Image
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Die Autoren der Studie räumen im Kleingedruckten selbst ein, dass unter den Befragten überproportional viele Geistes- und Sozialwissenschaftler sind. Danach macht jeder vierte der 674 Befragten nach dem Studium ein Praktikum. Vier von zehn dieser Praktika sind unbezahlt. Das gilt vor allem für den Bereich Kunst und Kultur. Trotzdem wird das Ergebnis als maßgebend für eine ganze Generation dargestellt. Es ist aber nur ein winziger Ausschnitt.

Betrachtet man tatsächlich eine ganze Absolventengeneration, so sieht die Lage schon ganz anders aus. Die Universität Kassel hat zum Beispiel rund 35.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2007 befragt. Unmittelbar nach Studienabschluss waren von den erwerbstätigen Absolventen lediglich 4 Prozent als Praktikanten, 2 Prozent als Volontäre und 1 Prozent als Auszubildende beschäftigt; 1,5 Jahre nach Studienabschluss nur noch 1 Prozent als Praktikanten und 1 Prozent als Volontäre und Auszubildende. Die Generation Praktikum gibt es also gar nicht.

Gewerkschaften: Verankerung ausbauen
IW-Kurzbericht, 27. April 2017

Adam Giza / Hagen Lesch Gewerkschaften: Verankerung ausbauenArrow

Unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch in diesem Jahr wieder dazu auf, am „Tag der Arbeit“ für mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die große Öffentlichkeitswirkung dieses Tags verdeckt, dass die Gewerkschaften in der Arbeitnehmerschaft nur noch schwach verankert sind und schwierige strukturelle Probleme lösen müssen. mehr

19. April 2017

Tarifkonflikte Konkurrierende Gewerkschaften: Wadenbeißer gegen PlatzhirscheArrow

Kleine Gewerkschaften wie die Piloten- und die Lokführerorganisationen ziehen oft auffallend konfliktfreudig in ihre Tarifverhandlungen. Besonders stark schaukeln sich Revierkämpfe mit den etablierten Branchengewerkschaften auf, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr auf iwd.de

Schlichtung ist weiterhin nötig
IW-Nachricht, 20. März 2017

Tarifverhandlungen Berliner Flughäfen Vermitteln reicht nichtArrow

Nachdem die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen gescheitert sind, soll nun der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting vermitteln. Dieser Schritt ist richtig, reicht aber nicht aus. Denn im Gegensatz zu einem Schlichter nimmt Körting als Mediator keinen inhaltlichen Einfluss auf die Verhandlungen. mehr