Angst um Daten bleibt ohne Folgen Image
Quelle: jannoon028 – Fotolia

Der Freiheitsindex misst auf Grundlage einer Bevölkerungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach regelmäßig die Wertschätzung der Deutschen für die Freiheit. Diesmal ging es vor allem um das Thema digitale Revolution. Der Index erreichte auf einer Skala von -50 bis +50 einen Wert von -7. In den drei Jahren zuvor hatte der Wert jeweils zwischen 0 und -3 gelegen. Ursächlich für den Rückgang war vor allem der niedrige Wert eines von drei Teilindizes, nämlich dem Index für die Medienberichterstattung. Weit weniger Artikel als noch im Vorjahr gaben der Perspektive der Freiheit Vorrang gegenüber der des Zwangs. Die beiden anderen Teilindizes verzeichneten dagegen positive Werte; der eine misst die subjektiv empfundene Freiheit, also etwa die Einstellung zu staatlichen Verboten, der andere die gesellschaftliche Wertschätzung von Freiheit im Vergleich zu Sicherheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

Wie sich zeigte, sehen die Deutschen die Überwachung durch ausländische Geheimdienste als größte Gefahr für die Freiheit im Netz. Weit verbreitet sind auch die Angst vor der ungewollten Verbreitung von Daten und die Angst vor Terroristen. Auch die staatliche Überwachung des Surfverhaltens wurde von fast der Hälfte der Befragten als eine der größten Bedrohungen genannt. Doch obwohl die Bürger das Ausspähen von Daten und den unerlaubten Handel damit fürchten, gehen sie leichtfertig mit ihren Daten um. Nur etwa 20 Prozent der Internetnutzer verschlüsseln ihre E-Mails, 40 Prozent ändern regelmäßig ihre Passwörter und etwa 50 Prozent meiden soziale Netzwerke.

Lernen und Arbeiten in der digitalen Welt
Veranstaltung, 11. Mai 2017

62. Bildungspolitisches Treffen Lernen und Arbeiten in der digitalen WeltArrow

Die Digitalisierung erschließt immer mehr Bereiche unseres Lebens und beruflichen Wirkens. Auf dem 62. Bildungspolitischen Treffen möchten wir mit Ihnen darüber diskutieren, welche Potenziale und Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt und welche Ansatzpunkte sich für Politik, Wirtschaft und Forschung bieten. mehr

Digitaler Binnenmarkt
IW-Nachricht, 10. März 2017

Digitaler Binnenmarkt Flickenteppich DatenschutzrechtArrow

Daten sind die wichtigste Währung und Ressource der Digitalisierung sowie die Grundlage für zahlreiche Innovationen. Ein europaweit einheitlicher Rechtsrahmen zur Datennutzung ist deshalb wichtiger denn je – vor allem mit Blick auf personenbezogene Daten. Die geplante Übertragung der EU-Datenschutzgrundverordnung in deutsches Recht könnte jedoch das Gegenteil bewirken. mehr

Wettbewerbsrecht 2.0
IW-Nachricht, 9. März 2017

Wettbewerbsrecht 2.0 Nicht gut genugArrow

Die Bundesregierung möchte den Wettbewerb in der digitalisierten Wirtschaft schützen und ändert auch aus diesem Grund das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Die Novelle überzeugt nicht in allen Punkten. mehr