Frauenerwerbsquoten Image
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Während jeder dritte 15- bis 20-jährige Mann dem Arbeitsmarkt bereits zur Verfügung steht, beträgt die Erwerbsquote der gleichaltrigen Frauen gerade einmal 27 Prozent. Warum? Junge Frauen gehen häufiger an die Uni, junge Männer machen häufiger eine Berufsausbildung.

Im Alter von Ende 20 bis Anfang 40 sind immerhin 80 Prozent der Frauen berufstätig oder sie suchen einen Job. Die Erwerbsquote der gleichaltrigen Männer beträgt jedoch über 90 Prozent. Hier machen sich bei den Frauen vor allem die Babypausen bemerkbar, da überwiegend Frauen wegen der Kinder ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen und auch im Durchschnitt länger als Männer aus dem Job aussteigen.

Ab einem Alter von 50 Jahren sinken die Erwerbsquoten der Frauen deutlich stärker als die der Männer. Lediglich jede dritte Frau aus der Generation 60plus bietet noch ihre Arbeitskraft an, dagegen arbeitet noch jeder zweite Mann aus dieser Altersgruppe. Allerdings nimmt die Erwerbsbeteiligung der älteren Frauen allmählich zu: Hier dürften sich vor allem die geänderten Renteneintrittsregelungen bemerkbar machen. Bis Ende 2004 wurde die Regelaltersgrenze von 60 auf 65 angehoben.

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26. Juli 2017

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In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de

IW-Nachricht, 18. Juli 2017

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Egal ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Elektromobilität – für die Umsetzung dieser neuen Trends benötigen Unternehmen in Deutschland technisch-naturwissenschaftliches Know-How. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Noch nie waren in den sogenannten MINT-Berufen so viele offene Stellen zu besetzen. mehr

Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2017

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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt auch in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Allerdings zeigt eine Datenauswertung, dass für Leitungspositionen eine Vollzeittätigkeit überwiegend der Standard ist und daher offenbar höhere Anforderungen an die Arbeitszeit gestellt werden. mehr