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Während jeder dritte 15- bis 20-jährige Mann dem Arbeitsmarkt bereits zur Verfügung steht, beträgt die Erwerbsquote der gleichaltrigen Frauen gerade einmal 27 Prozent. Warum? Junge Frauen gehen häufiger an die Uni, junge Männer machen häufiger eine Berufsausbildung.

Im Alter von Ende 20 bis Anfang 40 sind immerhin 80 Prozent der Frauen berufstätig oder sie suchen einen Job. Die Erwerbsquote der gleichaltrigen Männer beträgt jedoch über 90 Prozent. Hier machen sich bei den Frauen vor allem die Babypausen bemerkbar, da überwiegend Frauen wegen der Kinder ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen und auch im Durchschnitt länger als Männer aus dem Job aussteigen.

Ab einem Alter von 50 Jahren sinken die Erwerbsquoten der Frauen deutlich stärker als die der Männer. Lediglich jede dritte Frau aus der Generation 60plus bietet noch ihre Arbeitskraft an, dagegen arbeitet noch jeder zweite Mann aus dieser Altersgruppe. Allerdings nimmt die Erwerbsbeteiligung der älteren Frauen allmählich zu: Hier dürften sich vor allem die geänderten Renteneintrittsregelungen bemerkbar machen. Bis Ende 2004 wurde die Regelaltersgrenze von 60 auf 65 angehoben.

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IW-Pressemitteilung
IW-Pressemitteilung, 16. März 2017

Inklusion Potenzial entfaltenArrow

Menschen mit Behinderung sind besonders häufig arbeitslos – obwohl viele Unternehmen einer betrieblichen Ausbildung dieser Menschen offen gegenüberstehen. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, fehlt es jedoch häufig an Ansprechpartnern und einer regionalen Vernetzung. mehr

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr