Frauen in der Wirtschaft Image
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Unternehmen haben ein hohes Eigeninteresse daran, Führungspositionen mit solchen Personen zu besetzen, von denen sie aufgrund ihrer nachgewiesenen Qualifikationen, ihrer Arbeitsleistungen, ihres Arbeits- und Führungsverhaltens überzeugt sind, dass diese als Top-Manager den wirtschaftlichen Erfolgs der Firma nachhaltig sichern. Das Geschlecht als solches spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Frauen wählen aber weiterhin seltener als Männer technische Berufe, wodurch der Kreis weiblicher Anwärterinnen auf Führungspositionen dort sehr klein ist, wo technische Qualifikationen vorausgesetzt werden. Wer sich für Führungsaufgaben in den höchsten Entscheidungsgremien bewerben möchte, muss sich hierfür durch den sukzessiven Aufstieg auf beruflichen oder unternehmensinternen Karriereleitern qualifiziert haben. Dies gilt insbesondere in großen Konzernen.

Erwerbsunterbrechungen und kürzere Arbeitszeiten in einer Phase, in der das Fundament für den beruflichen Aufstieg gelegt wird, erweisen sich als Handikap. Frauen gelangen daher seltener als Männer auf die Stufen einer Karriereleiter, auf welchen Kandidatinnen und Kandidaten für das Top-Management gesucht werden.

Gleichwohl werden Frauen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung – bei der Gewinnung von Führungskräftenachwuchs in Zukunft eine größere Rolle spielen. Zwei Drittel der deutschen Unternehmen beschäftigen sich bereits aktiv mit diesem Thema. Betriebliche Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gezielte Angebote zur Karriereförderung stehen bei vielen Unternehmen auf der personalpolitischen Agenda.

Ansprechpartner

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Migranten auf dem Arbeitsmarkt
IW-Pressemitteilung, 4. März 2017

Migranten auf dem Arbeitsmarkt Vielfalt wird NormalitätArrow

Die interkulturelle Vielfalt ist in Unternehmen angekommen: Mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland beschäftigt heute Mitarbeiter mit Migrationsgeschichte, wie das Personalpanel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Handlungsbedarf gibt es aber bei Frauen mit Migrationshintergrund. mehr