Frauen auf dem Arbeitsmarkt Image
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Schon in den Schulen haben heute Frauen die Nase vorn: Im Jahr 2011 waren 55 Prozent aller Abiturienten weiblich. Somit drängen immer mehr Frauen an die Universitäten. Inzwischen stellen sie etwas mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen. Durch die gestiegenen Qualifikationen der Frauen ist der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2011 von knapp 42 auf über 46 Prozent gestiegen.

Warum nicht noch mehr Frauen Führungsverantwortung tragen, hat indes nicht zuletzt mit der Studienfach- und Berufswahl zu tun: Vor allem in der Industrie weisen Manager häufig einen ingenieurwissenschaftlichen Abschluss auf. In diesen Studienfächern sind Frauen jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Selbst wenn sie sich für ein MINT-Fach entscheiden, wählen sie eher Pharmazie oder Biologie, während Männer eher Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren. Doch letztere Studienfächer bieten gegenwärtig deutlich bessere Einkommens- und Karriereperspektiven.

Auch Erwerbsunterbrechungen und die Verkürzung der Arbeitszeit erweisen sich als Faktoren, die zu unterschiedlichen Karriereverläufen bei Männern und Frauen beitragen. Denn noch immer ist es in der Regel eher die Frau, die sich um Kinder und den Haushalt kümmert. Entsprechend sind Quotenregelungen bei der Besetzung von Führungspositionen kein effizienter Ansatzpunkt, um den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.

Ansprechpartner

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr