Französische Autoindustrie Image
Peugeot 107 Quelle: M 93/Flickr

Auf dem europäischen Automarkt herrscht ein knallharter Verdrängungswettbewerb. Die Wirtschaftskrise in Südeuropa setzt die französischen Autohersteller massiv unter Druck und treibt sie in die Verlustzone. Angefangen hat alles aber viel früher, was ein Blick zurück zeigt.

In Deutschland etwa stieg die Pkw-Produktion von 4,7 Millionen Stück im Jahr 1991 auf 5,9 Millionen im Jahr 2011. In Frankreich hingegen sank die Produktion von 3,3 Millionen auf 1,9 Millionen Stück. Da aber seit 20 Jahren kein Werk in Frankreich mehr geschlossen wurde, bestehen inzwischen Überkapazitäten im Land – laut Schätzungen bis zu 40 Prozent.

Ein weiteres Manko: Während sich die deutschen Hersteller früh der Globalisierung gestellt haben, konzentrierten sich PSA und Renault weitgehend auf Europa. Jetzt büßen sie dafür, denn neben der Absatzkrise in Europa müssen sie sich jetzt auch der Konkurrenz aus Südkorea stellen. Seit dem Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea sind die Asiaten auf dem schrumpfenden europäischen Massenmarkt auf dem Vormarsch.

Noch ein Problem ist der Industriestandort Frankreich: Er hat im vergangenen Jahrzehnt viel von seiner Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Hohe Kosten haben große Teile der Produktion ins Ausland getrieben. Zudem tun sich die Franzosen mit Innovationen schwer. So wurden von deutschen Forschern im vergangenen Jahr dreimal so viele Patente angemeldet wie von ihren französischen Kollegen.

Nun will die französische Regierung den Autobauern beispringen. Im Angebot sind hohe Prämien von 7.000 Euro für Elektroautos und 4.000 Euro für Hybride. Ferner will der Staat für den Stadtverkehr nur noch Elektrofahrzeuge kaufen und das Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea überprüfen lassen.

Doch all das löst die Probleme der französischen Hersteller nicht: Die Überkapazitäten sollen nicht angetastet werden, weshalb die Firmen auch nicht profitabler werden dürften. Die Förderung von Elektroautos wird eher einen kleinen Effekt haben, denn die Elektroautos französischer Marken werden oftmals nicht in Frankreich gebaut, sondern in Spanien, der Türkei und Japan. Für andere E-Modelle werden die Batterien aus Japan und die Antriebsstränge aus Deutschland importiert – es fällt also kaum Wertschöpfung in Frankreich an.

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Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

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The transportation sector faces special challenges in the process of decarbonisation, since the need for mobility – both for people and goods – is rapidly increasing around the world, especially in the emerging economies. Because of road traffic’s key position in mobility, the future CO2 regulation of cars and trucks will play a substantial role in climate policy. mehr

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