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Die Grünen wollen kleineren Unternehmen bei der Forschung unter die Arme greifen. Foto: gevende/iStock

Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen künftig 15 Prozent ihrer Forschungsausgaben von der Steuer abziehen dürfen, schlagen die Grünen vor. Aktuelle Zahlen zeigen, dass rund jedes zweite Unternehmen davon direkt profitieren könnte. Doch auch für diejenigen Firmen, die bislang nicht in Forschung investieren, stiege der Anreiz, Geld in die Hand zu nehmen.

Bislang konzentriert sich die staatliche Forschungsförderung zu stark auf den Wissenschaftsbereich; die „Exzellenzinitiative“ und der „Pakt für Forschung und Innovation“ bringen jährlich Milliarden. Die Unternehmen werden jedoch kaum bedacht und damit in ihrer Bedeutung unterschätzt. Eine Unwucht, die mit dem Vorschlag der Grünen zumindest gelindert werden könnte. Denn zwischen 1981 und 2014 ist der staatliche Anteil an den Forschungs-Aufwendungen im Wirtschaftssektor drastisch gesunken – von 16,9 Prozent auf zuletzt nur noch 3,4 Prozent.

Ob der Vorschlag der Grünen umgesetzt wird, ist jedoch fraglich. Die Ablehnung in der Regierung ist wohl zu groß – zum Schaden der Wirtschaft.

Ansprechpartner

5. Januar 2017

Forschungsausgaben Aller guten Dinge sind 3,5Arrow

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2015 mehr denn je in Forschung und Entwicklung investiert. Doch um zur internationalen Spitze aufzuschließen, reicht das gesamtwirtschaftliche Engagement noch nicht aus. Die Bundesregierung wäre deshalb gut beraten, endlich eine steuerliche Forschungsförderung auf den Weg zu bringen. mehr auf iwd.de

Wettbewerb
IW-Nachricht, 30. September 2016

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Die Macht von Google und Co. wächst seit Jahren rasant: Das ist eine wirtschaftliche Binsenweisheit. Doch bislang fehlen klare Signale der Politik, wie das innovative Potenzial der Plattformen genutzt werden kann, ohne den Verbraucherschutz zu verwässern. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) unternimmt derzeit einen neuen Anlauf. Doch das angestrebte Gleichgewicht könnte kippen. mehr