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Die Tarifautonomie, die auch das Streikrecht umfasst, basiert auf dem Gedanken, dass keine Seite die andere dauerhaft übervorteilen kann. Spartengewerkschaften wie die GdF bringen diese Verhandlungsparität aber zunehmend in Schieflage. Die DFS beziffert den Anstieg der Personalkosten aufgrund des neuen Abschlusses auf 9 Prozent. Im Vergleich zu anderen Tarifabschlüssen ist dies ein Ergebnis, das den Verdacht nahe legt, dass die Vermeidung eines Streiks teuer bezahlt wird. Allein die Streikdrohung einer Berufsgruppe mit wirtschaftlicher Schlüsselstellung reicht mithin aus, um einen herausgehobenen Tarifabschluss durchzusetzen.

Die Macht der Lotsen folgt aus der monopolistischen Marktstruktur in der Flugsicherung. Sie ergibt sich aber auch, weil Dritte, die die Kosten des Tarifabschlusses letztlich finanzieren müssen, nicht am Verhandlungstisch sitzen: die Fluggesellschaften und ihre Passagiere. Der Chef der Monopolkommission hat deshalb eine „Missbrauchskontrolle für Spartengewerkschaften“ gefordert. Ohne ein gesetzlich geregeltes Arbeitskampfrecht hat eine solche Forderung aber wenig Aussicht auf Umsetzung. Nach dem Ende der Tarifeinheit wird eine Diskussion über arbeitskampfrechtliche Regelungen dringlicher denn je.

20. September 2017

Carsten Ruge Mehr Wirtschaft wagenArrow

Egal, welche Parteien nach der Bundestagswahl am 24. September die neue Regierung stellen, es wartet eine ganze Reihe Aufgaben auf sie. Die M+E-Industrie erhofft sich vor allem Maßnahmen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv halten. Dazu haben die Arbeitgeberverbände ein Positionspapier formuliert. mehr auf iwd.de

15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de

Air Berlin
IW-Nachricht, 15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Air Berlin: Wettbewerb muss erhalten bleibenArrow

Am Freitagnachmittag endete die Bieterfrist für Übernahmeinteressenten der insolventen Airline Air Berlin. Angesichts der Situation der seit Jahren defizitären Fluggesellschaft und der Strukturen im Luftverkehr dürfte die Anzahl ernsthafter Interessenten überschaubar sein. Das sollte aber nicht zu weniger Wettbewerb am Himmel führen. mehr