Flughafenausbau Image
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Der neue Plan, der mehr Nachtflugverbote und weniger neue Kapazitäten vorsieht, nimmt auf die Belange der Fluggesellschaften und der Wirtschaft keine Rücksicht. Zwar sinkt derzeit die Nachfrage im Luftverkehr drastisch, doch schon im nächsten Aufschwung stoßen viele deutsche Airports wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Gleichzeitig werden vor allem im arabischen Raum Riesenairports für 100 Millionen Passagiere aus dem Boden gestampft, die im Asienverkehr neue Konkurrenz entstehen lassen.

Auch die vor allem nachts umgeschlagene Luftfracht ist für den Luftverkehrsstandort Deutschland sehr wichtig. Im vergangenen Jahr wurden 3,8 Millionen Tonnen Luftfracht über deutsche Flughäfen abgefertigt, vor allem hochwertige Waren. Wertmäßig entfallen 40 Prozent der deutschen Ausfuhren auf den Luftweg. Durch die Ausweitung der Nachtflugverbote an den deutschen Airports ist zu befürchten, dass zukünftig hochwertige Güter mit dem LKW ins europäische Ausland transportiert werden, um von dort per Flugzeug versandt zu werden. Damit geht nicht nur Wertschöpfung in der Logistik verloren – die zusätzlichen Kosten und die verlorene Zeit belasten gerade Hochtechnologiefirmen und könnten eine Produktionsverlagerung ins Ausland begünstigen.

9. November 2017

Thomas Puls / Thilo Schaefer Klimapolitik: Die CO2-WeltArrow

Das große Ziel der internationalen Klimapolitik ist die Verringerung der globalen Kohlendioxid-Emissionen. Darum geht es auch auf dem derzeit in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfel. Dies ist keine leichte Aufgabe – vor allem in Anbetracht der sich rasant entwickelnden Volkswirtschaften in China und Indien. Die CO2-Welt in Grafiken. mehr auf iwd.de

15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de

Air Berlin
IW-Nachricht, 15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Air Berlin: Wettbewerb muss erhalten bleibenArrow

Am Freitagnachmittag endete die Bieterfrist für Übernahmeinteressenten der insolventen Airline Air Berlin. Angesichts der Situation der seit Jahren defizitären Fluggesellschaft und der Strukturen im Luftverkehr dürfte die Anzahl ernsthafter Interessenten überschaubar sein. Das sollte aber nicht zu weniger Wettbewerb am Himmel führen. mehr