Im Idealfall verarbeiten Finanzmärkte Nachrichten, die sich dann in Wertpapierpreisen niederschlagen. Die jüngsten Kapriolen passen jedoch kaum in dieses Bild. Unsicherheiten, aber auch die Gruppendynamik spielt hier hinein: Auch wenn man selbst keine Finanzierungsprobleme beispielsweise von Italien befürchtet, so reicht die Sorge, dass viele andere dies tun, um Hals über Kopf italienische Papiere zu verkaufen.

 

Die bisher beschlossenen Maßnahmen der Politiker und der Zentralbanken erkaufen nur Zeit – die allerdings kaum reichen wird. Denn die bisher eingeleiteten Reformen der staatlichen Ausgaben- und Einnahmenpolitik wirken nur mit großer Verzögerung. Die Finanzmärkte dürften also auf absehbare Zeit volatil bleiben.

Veranstaltung
Veranstaltung, 11. Mai 2017

19. Finanzmarkt Round-Table Die Rückkehr der Inflation – Zwischenspiel oder neue Bedrohung?Arrow

Nach einer langen Phase sinkender Inflationsraten und Deflationsgefahren scheint die Inflation auf dem Wege der Normalisierung – oder ist dies nur ein Zwischenspiel und hohe Inflation wird zur neuen Bedrohung für die Eurozone? Diskutieren Sie mit uns – beim 19. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

Öffentliche Verschuldung
IW-Nachricht, 28. März 2017

Öffentliche Verschuldung Rekordeinnahmen versandenArrow

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen 2016 rund 24 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben – ein neuer Rekord. Trotzdem bleibt der öffentliche Schuldenstand nahezu unverändert hoch. Die Politik sollte die derzeitigen Überschüsse nutzen, um für langfristige Herausforderungen gewappnet zu sein – etwa durch einen Demografie-Fonds. mehr

ECB at the Crossroads
IW-Kurzbericht, 27. März 2017

Markus Demary / Michael Hüther ECB at the CrossroadsArrow

The ECB has left its policy interest rates unchanged despite inflationary pressures stemming from a strengthened recovery and from rising oil prices. Although the ECB’s Governing Council did not discuss a renewal of the long-term refinancing operations, which will expire in 2020, its monetary policy stance is still too accommodative. mehr