FDP-Steuertarif Image
Quelle: Fotolia

Um die Steuerreform zu finanzieren, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder muss ab 2011 ein strikter Sparkurs eingeschlagen werden, oder die Reform muss spürbare Wachstumsimpulse setzen, damit sie sich selbst finanziert. Für ersteres gibt es noch keine Anzeichen und für letzteres ist es unwichtig, ob der Tarif linear progressiv oder in Stufen verläuft. Um das Wachstum anzuschieben kommt es nämlich nur auf die Höhe der Steuersätze an, und was sie von einem Hinzuverdienst übriglassen. Ein Stufentarif macht es dann dem Steuerzahler einfacher auszurechnen, was ihm von einer Lohnerhöhung bleibt. Das mag psychologisch schon wichtig sein, um die Leistungsbereitschaft zu vergrößern. Und wer eine Tarifstufe ganz durchläuft, ohne eben in die nächste hineinzuspringen, hat die größten Vorteile aus der FDP-Reform. Es hängt deshalb davon ab, wie gut die Steuerpflichtigen ihre Steuerlast im gegenwärtigen Tarif kennen und ob sie den Stufentarif als Verbesserung wahrnehmen. Eine Wachstumsgarantie gibt es nicht.

Außerdem möchte die FDP die kalte Progression bekämpfen. Dafür ist nicht die Art des Tarifes entscheidend, sondern die Einkommensgrenzen, ab denen die Steuersätze gelten, genauer, ob deren Anhebung die Inflation ausgleicht. Durch die Anhebung der Einkommensgrenze für den Spitzensatz von 42 Prozent auf 53.000 Euro kommt es zu leichten Verbesserungen. In einem Stufentarif wird es allerdings möglich sein, die kalte Progression gezielt in unteren und mittleren Einkommensbereichen zu bekämpfen. So kann z.B. das Einkommen für den Sprung von 14 auf 25 Prozent isoliert angehoben werden, ohne den Rest des Einkommensteuertarifs zu verändern. Das war so bisher nicht möglich.

Die AfD: Eine unterschätzte Partei – Soziale Erwünschtheit als Erklärung für fehlerhafte Prognosen
IW-Report, 22. März 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier Die AfD: Eine unterschätzte Partei Arrow

Brexit, Trump und die AfD – eine Reihe von Abstimmungs- und Wahlergebnissen konnten Meinungsforscher in der jüngeren Vergangenheit nur schlecht vorhersagen. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese Problematik am Beispiel der in Deutschland erstarkten rechtspopulistischen AfD. mehr

SPD-Arbeitsmarktprogramm
IW-Nachricht, 6. März 2017

SPD-Arbeitsmarktprogramm Unnötige Abkehr von der Agenda 2010Arrow

Die SPD will mit mehr Leistungen für Arbeitslose die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Digitalisierung meistern. Doch die vier geplanten Maßnahmen bergen mehr Risiken, als sie Chancen bieten. mehr

Interview, 24. Februar 2017

Michael Hüther im Business Insider Deutschland „Das ist doch absurd”Arrow

Im Interview mit dem Business Insider spricht Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, über die von Donald Trump angekündigten Strafzölle, die Pläne von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz – und über das Glücklichsein. mehr