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Monetäre Leistungen zeigen laut der Evaluation nicht unbedingt die erhoffte Wirkung. So zeigt eine Teilstudie, dass die Kindergelderhöhung von 1996 die Erwerbsbeteiligung von Müttern reduziert und die wirtschaftliche Situation der Familien kaum verbessert hat.

Nun ist die Politik gefordert, die ehe- und familienpolitischen Leistungen in Deutschland neu zu justieren. Besonders wichtig wäre dabei ein forcierter Ausbau der Betreuungsinfrastruktur. Denn wenn Mütter – und in selteneren Fällen Väter – so viel arbeiten können, wie sie sich wünschen, kommt dies auch der deutschen Wirtschaft zugute: Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, sind entsprechende Betreuungsangebote ein gutes Mittel gegen den Fachkräftemangel. Denn nur, wenn Eltern den Nachwuchs versorgt wissen, stehen sie dem Arbeitsmarkt mit ihren Qualifikationen zur Verfügung.

Ob sich die Politik allerdings wirklich nach den Erkenntnissen der Gesamtevaluation richten wird, ist fraglich. Denn die zentralen Ergebnisse lagen den zuständigen Ministerien bereits im vergangenen Herbst vor. Obwohl die Zahlen eindeutig gegen ein Betreuungsgeld sprachen, wurde es – gegen breiten gesellschaftlichen Widerstand – beschlossen.

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Mütter kehren früher in den Job zurück
IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

Wido Geis Mütter kehren früher in den Job zurückArrow

Zwischen 2006 und 2014 ist der Anteil der Mütter, die im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiten, von 34,6 Prozent auf 42,8 Prozent gestiegen, während der Anteil der im ersten Lebensjahr arbeitenden Mütter von 22,5 Prozent auf 8,5 Prozent gesunken ist. Damit hat das Elterngeld sein Ziel erreicht. mehr

7. Juni 2017

Kommentar von Ulrike Detmers „Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden“Arrow

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist zwar vorangekommen, aber noch lange nicht erreicht. Dieses Fazit zieht Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Im iwd-Kommentar benennt die BWL-Professorin fünf notwendige Prämissen, die Frauen den Weg ins Topmanagement ebnen. mehr auf iwd.de

Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr