Gutschein statt Bares Image
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Im internationalen Vergleich steht Deutschland in Sachen Betreuungsinfrastruktur für Kinder schlecht da. Nur mit mehr Kitas, Tagesmüttern und Co. ließen sich Familie und Beruf besser vereinbaren und frühkindliche Bildung unterstützen. Durch Betreuungsgutscheine könnte die Infrastruktur weiter ausgebaut werden, gleichzeitig bekämen die Eltern eine stärkere Stimme. Sie könnten Angebote frei wählen und durch ihren Gutschein mitbestimmen. So kann eine vielfältige Trägerschaft von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, Musikschulen und lokalen Initiativen vor Ort entstehen. Würde das Betreuungsgeld jedoch bar ausgezahlt, würde sich nicht viel ändern an der bisherigen Misere. Nur bei Geldleistungen und Steuervorteilen läge Deutschland im internationalen Vergleich wahrscheinlich noch weiter vorn, als es sowieso schon der Fall ist. Handlungsbedarf besteht an anderer Stelle.

Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr