Betreuung statt Geld Image
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Immerhin, Deutschland holt auf: Laut Statistischem Bundesamt lag die Betreuungsquote für unter Dreijährige im Jahr 2006 noch bei 13,6 Prozent, stieg dann 2007 auf 15,5 Prozent und 2008 auf 17,7 Prozent. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers ist es allerdings, bis zum Jahr 2013 eine bundesweite Quote von 35 Prozent zu erreichen. Mit dem aktuellen Tempo des Ausbaus würde es allerdings ein Jahr länger dauern.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt nimmt die deutsche Familienförderung über Steuervorteile oder Geldleistungen bereits einen internationalen Spitzenplatz ein - bei der Kleinkindbetreuung aber hinkt die Bundesrepublik hinterher. Deshalb wäre es wichtig, statt einer weiteren finanziellen Förderung die Kita-Ausbaupläne rascher voranzutreiben. Denn eine gute Infrastruktur verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vermeidet Kinderarmut und stärkt langfristige Wachstumskräfte.

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

30. Dezember 2016

Kinderbetreuung Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer rund 228.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, sind die Gesetzespläne des Bundes ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de