Fachkräftesicherung Image
Berufliche Bildung Quelle: Ingo Bartussek – Fotolia

Der aktuelle Fortschrittsberichts belegt einmal mehr, dass in Deutschland Qualifikationen in den Bereichen Gesundheit und MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – knapp sind. Das IW-Demografie-Tool zeigt: Die Zahl erwerbstätiger Fachkräfte mit beruflichem oder akademischem Abschluss wird im Gesundheitsbereich bis zum Jahr 2030 um 114.000 sinken und im MINT-Bereich sogar um 1,2 Millionen.

In der Tat könnte eine Halbierung der Teilzeitquote im Bereich Gesundheit eine spürbare Verbesserung des Fachkräfteangebots um 300.000 sogenannte Vollzeitäquivalente bewirken. Per Saldo könnte so das Fachkräfteangebot im Jahr 2030 um 186.000 Vollzeitäquivalente höher ausfallen als heute.

Im MINT-Bereich bewirkt die vorgeschlagene Maßnahme indes vergleichsweise wenig, da hier bereits heute rund 90 Prozent der Erwerbstätigen Vollzeit arbeiten. Im MINT-Bereich, das zeigt das Demografie-Tool, könnten stattdessen vor allem mehr Zuwanderung und ein späterer Renteneintritt ein entscheidender Hebel für die Versorgung mit Fachkräften sein. Deshalb sollte die Bundesregierung die Pläne der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren begraben.

Ansprechpartner

Eckpunkte eines modernen Zuwanderungsrechts
IW policy paper, 17. November 2017

Wido Geis Eckpunkte eines modernen ZuwanderungsrechtsArrow

Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsrecht. Einerseits ist das Land zunehmend auf gut ausgebildete Personen aus Drittstaaten angewiesen. Andererseits machen sich viele vorwiegend niedrigqualifizierte Personen ohne Dokumente auf den Weg nach Deutschland, was zu Wanderungsbewegungen führt, die besser gesteuert werden sollten. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr