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Berufliche Bildung Quelle: Ingo Bartussek – Fotolia

Der aktuelle Fortschrittsberichts belegt einmal mehr, dass in Deutschland Qualifikationen in den Bereichen Gesundheit und MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – knapp sind. Das IW-Demografie-Tool zeigt: Die Zahl erwerbstätiger Fachkräfte mit beruflichem oder akademischem Abschluss wird im Gesundheitsbereich bis zum Jahr 2030 um 114.000 sinken und im MINT-Bereich sogar um 1,2 Millionen.

In der Tat könnte eine Halbierung der Teilzeitquote im Bereich Gesundheit eine spürbare Verbesserung des Fachkräfteangebots um 300.000 sogenannte Vollzeitäquivalente bewirken. Per Saldo könnte so das Fachkräfteangebot im Jahr 2030 um 186.000 Vollzeitäquivalente höher ausfallen als heute.

Im MINT-Bereich bewirkt die vorgeschlagene Maßnahme indes vergleichsweise wenig, da hier bereits heute rund 90 Prozent der Erwerbstätigen Vollzeit arbeiten. Im MINT-Bereich, das zeigt das Demografie-Tool, könnten stattdessen vor allem mehr Zuwanderung und ein späterer Renteneintritt ein entscheidender Hebel für die Versorgung mit Fachkräften sein. Deshalb sollte die Bundesregierung die Pläne der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren begraben.

Ansprechpartner

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr