Fachkräftegipfel Meseberg
Quelle: Fotolia
Fachkräftegipfel Meseberg
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Auf dem morgigen Fachkräftegipfel streitet die Bundesregierung erneut über ein Zuwanderungskonzept. Der große Wurf ist jedoch nicht zu erwarten. Im Vorfeld des Fachkräftegipfels empfahl die Kanzlerin der Wirtschaft vielmehr bereits, sich die nötigen Mitarbeiter vorrangig in Deutschland zu suchen. Sie verkennt dabei offenbar, dass inzwischen selbst die Bundesagentur für Arbeit versucht, im europäischen Ausland geeignete arbeitslose Ingenieure zu rekrutieren, da sie diese im Inland nicht mehr findet.

Immerhin: Die bürokratische Vorrangprüfung – nur, wenn es keinen Bewerber aus Deutschland und der EU gibt, darf ein ausländischer genommen werden – für Ingenieure und Ärzte dürfte künftig entfallen. Eine erfolgreiche Politik darf sich jedoch nicht nur an aktuellen Arbeitsmarktengpässen orientieren, sondern muss vielmehr langfristig ausgerichtet sein. Wer in Meseberg jedoch darauf hofft, dass die Mindestverdienstgrenze für qualifizierte Zuwanderer sinkt, das deutsche Zuwanderungsrecht entbürokratisiert wird oder gar ein qualifikationsorientiertes Zuwanderungskonzept auf den Weg gebracht wird, der dürfte enttäuscht werden.

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

IW-Pressemitteilung, 20. April 2017

Fachkräfteengpass Mangel ist die RegelArrow

Unternehmen finden hierzulande immer schwerer Fachkräfte: Deutschlandweit können Firmen bereits etwa jede zweite Stelle nur schwer besetzen. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Unternehmen, Jugendliche und Arbeitslose müssen flexibler werden. mehr

Gutachten, 20. April 2017

Alexander Burstedde / Paula Risius Fachkräfteengpässe in UnternehmenArrow

Die vorliegende Studie gibt eine Übersicht über die regionale Verteilung von Fachkräfteengpässen in Deutschland. Sie analysiert die Fachkräftesituation in 1.296 Berufen und berücksichtigt dabei die Besonderheiten in 156 Regionen. Ein Kernergebnis ist, dass inzwischen die Hälfte aller Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben wird. mehr