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In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Hochqualifizierte nach Deutschland. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Mittlerweile ist der Anteil der Neuzuwanderer mit Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss sogar deutlich höher als der Anteil der Einheimischen. So haben heute 43 Prozent der Neuzuwanderer im erwerbsfähigen Alter einen entsprechenden Abschluss; im deutschen Durchschnitt gilt dies nur für 26 Prozent.

Die Untersuchung des IAB bestätigt die Ergebnisse einer IW-Studie. Diese zeigt ebenfalls, dass immer mehr Akademiker zuwandern, und darüber hinaus, dass die Migranten besonders häufig über eine auf dem Arbeitsmarkt begehrte Qualifikation verfügen. Fast 12 Prozent der Neuzuwanderer zwischen 25 und 65 Jahren konnten im Jahr 2009 eine sogenannte Engpassqualifikation vorweisen – entweder in Medizin oder einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Berechnungen des IW zufolge leisten die zwischen 1999 und 2009 zugewanderten MINT-Akademiker und Ärzte einen Wertschöpfungsbeitrag von mehr als 13 Milliarden Euro pro Jahr. Wegen der alternden Gesellschaft werden in diesen und anderen Fächern in den kommenden Jahren zunehmend Lücken auf dem Arbeitsmarkt entstehen. Da diese kaum mit einheimischen Fachkräften zu füllen sein werden, sollte Deutschland alles daran setzen, sich im Wettbewerb um internationale Talente gut zu positionieren und eine Willkommenskultur zu etablieren.

Ansprechpartner

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr