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Im ersten Halbjahr 2011 haben sich laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) rund 908.000 Personen mit einer betrieblichen Ausbildung sowie 110.000 Akademiker neu arbeitslos gemeldet. Der große Fehler des Gewerkschaftsbunds: Er misst lediglich die neu gemeldeten Arbeitslosen. Diejenigen, die wieder eine Stelle bekommen haben, werden gar nicht berücksichtigt. Bei den sogenannten Fertigungsberufen wie Drehern, Schweißern zum Beispiel wurden insgesamt 1,18 Millionen neue Arbeitslose registriert – dem standen jedoch 1,27 Millionen Personen gegenüber, die wieder eine Arbeit angenommen hatten. In diesen Berufen sind also unterm Strich knapp 118.000 Fachkräfte mehr aus der Arbeitslosigkeit heraus- als in diese hineingekommen sind. Bei den Dienstleistungsberufen ist der Saldo mit 215.000 Personen ebenfalls positiv.

Nicht zu vergessen ist auch, dass sich viele Hochqualifizierte nur kurz arbeitslos melden, weil sie zwischen zwei Beschäftigungsverhältnissen stehen. Und das ist vor allem in Zeiten von Fachkräfteengpässen normal, da Beschäftigte dann eher ihren Job wechseln wollen, während sie in wirtschaftlichen Krisenzeiten einen Wechsel eher scheuen.

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr

10. Mai 2017

Christina Anger MINT macht’sArrow

Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de