Europäischer Datenschutz Image
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Ein gemeinsames europäisches Datenschutzrecht hat viele Vorteile: Unternehmen müssen dann nur noch ein Recht statt 28 befolgen. Dadurch lassen sich enorme Kosten sparen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen würden davon profitieren. Zugleich sorgt das für einen fairen Wettbewerb für alle Unternehmen. Egal ob sie ihren Sitz innerhalb oder außerhalb Europas haben, sie müssen sich an die gleichen Bestimmungen halten, wenn sie innerhalb der EU tätig werden.

Doch nicht nur Firmen profitieren, auch für Verbraucher wäre ein einheitliches Datenschutzrecht vorteilhaft: Es beinhaltet beispielsweise das „Recht auf Vergessenwerden“, dass also persönliche Daten nicht unendlich lange gespeichert werden dürfen und auf eigenen Wunsch hin gelöscht werden müssen. Durch die europäische Datenschutz-Grundreform könnte das Vertrauen der Bürger in die digitale Wirtschaft deutlich gestärkt werden. Und das ist dringend notwendig, wie der aktuelle Sicherheitsindex der Initiative „Deutschland-sicher-im-Netz“ (DsiN) zeigt: Die Angst der Deutschen vor Bedrohungen aus dem Internet wächst und das führt zu Unsicherheiten und Hemmungen im Umgang mit digitalen Diensten im Alltag.

Doch noch liegen die Positionen zwischen Rat, Parlament und Kommission recht weit auseinander. So ist der Rat eher wirtschaftsfreundlich ausgerichtet, Kommission und Parlament dagegen haben stärker die Rechte der Verbraucher im Blick. Ein Streitpunkt ist die sogenannte Zweckbindung. Dabei geht es darum, ob personenbezogene Daten nur für einen vorab definierten Zweck verwendet werden dürfen oder nicht. Das IW Köln plädiert für eine zügige Einigung auf EU-Ebene, denn je schneller sich Verbraucher und Unternehmen auf die neuen Grundsätze des Datenschutzes einstellen können, desto eher können sie die großen Potenziale ausschöpfen.

20. November 2017

Interview mit Michael Sket „Wir können uns in der Eurozone noch nicht zurücklehnen“Arrow

Als es galt, die europäischen Krisenstaaten vor der Pleite und die Währungsunion vor dem Zerfall zu bewahren, stabilisierte Michael Sket, inzwischen Wirtschaftsanalyst für Italien, Malta und Polen bei der EU-Kommission, zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Staatenverbund mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Im iwd-Interview spricht Sket über Griechenland, das Verhältnis der Deutschen zu den Italienern und die Rolle des Internationalen Währungsfonds. mehr auf iwd.de

17. November 2017

Jürgen Matthes Europa zwischen Komfortzone und KrisenherdArrow

Das Erstarken populistischer Parteien, Terrorangriffe und nicht zuletzt das Brexit-Votum haben die Europäische Union gehörig durcheinandergeschüttelt. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die Begeisterung für den europäischen Staatenverbund war schon lange nicht mehr so groß wie heute. Gleichwohl gibt es in vielen Punkten Verbesserungsbedarf. Dieser Beitrag bildet den Auftakt einer Serie zur Zukunft der EU auf iwd.de. mehr auf iwd.de

Immobilienkredite
Pressemitteilung, 16. November 2017

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FinTechs und Online-Plattformen drängen immer stärker auf den Kreditmarkt. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Banken müssen flexibler werden, um den Trend nicht zu verpassen. Denn die neuen Wettbewerber und Technologien bieten vor allem Kunden viele Vorteile. mehr