Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum Image
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Eigentlich sollte der europäische Binnenmarkt seit dem 31. Dezember 1992 verwirklicht sein. In der Tat wurde in den vergangenen 21 Jahren viel erreicht. Dennoch liegt – gemessen am ursprünglichen Ziel – noch einiges im Argen. Vor allem sind die einst vereinbarten Regeln in den Mitgliedsstaaten bislang nicht konsequent genug umgesetzt worden: Zum 1. November 2012 waren mehr als 800 offene Vertragsverletzungsverfahren bei der Europäischen Kommission oder dem Europäischen Gerichtshof anhängig.

Defizite existieren beispielsweise im Bereich der grenzüberschreitenden Dienstleistungen. Denn während sich die Unterschiede bei den Güterpreisen zwischen den Mitgliedsstaaten verringert haben, sind sie bei Dienstleistungen noch immer hoch. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Wettbewerb auf den Gütermärkten zugenommen hat und die Hindernisse für den grenzüberschreitenden Warenverkehr zurückgegangen sind. Bei den Dienstleistungen fehlt es hingegen oft noch an der gegenseitigen Anerkennung unterschiedlicher nationaler Vorschriften. Dadurch kommt es zu Doppelregulierungen – einmal im Land, in dem der Dienstleister beheimatet ist, und einmal im Land, in dem die Dienstleistung erbracht wird. Das hemmt den grenzüberschreitenden Wettbewerb und die Preise gleichen sich kaum an.

Beim freien Kapitalverkehr sah bis zum Jahr 2007 alles rosig aus: Die grenzüberschreitenden Verflechtungen beispielsweise durch Investitionen oder Kredite zwischen Banken nahmen zu. Doch dieser Trend hat sich in der Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Teil wieder umgekehrt. Abhilfe kann es hier auf Dauer nur geben, wenn das europaweit gültige Regelwerk verbessert wird.

Gutachten für die Konrad-Adenauer-Stiftung

Berthold Busch: Europas Binnenmarkt – Wirtschaftsraum mit Potenzial
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Tweet der Konrad-Adenauer-Stiftung

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Am Sonntag wählt Bulgarien, das ärmste EU-Mitgliedsland, ein neues Parlament. Galina Kolev, IW-Expertin im Kompetenzfeld Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur, wurde in der bulgarischen Hauptstadt Sofia geboren. Mit dem iwd sprach Sie über die Probleme und Chancen ihres Heimatlands. mehr auf iwd.de

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Die Europäische Union blickt auf 60 Jahre wirtschaftliche Zusammenarbeit zurück. Ansätze einer politischen Integration sind sogar noch älter, scheiterten aber am französischen Parlament. Mittlerweile wäre es allerdings an der Zeit, in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik enger zu kooperieren. mehr auf iwd.de

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