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Der Schuldentausch entlastet Griechenland allein in den nächsten drei Jahren um 37 Milliarden Euro netto. Das Problem dabei: Die Ratingagenturen werten diese Aktion zumindest vorübergehend als teilweisen Zahlungsausfall. Und Moody’s hat bereits angekündigt, dass auch andere Eurostaaten herabgestuft werden könnten.

Davon abgesehen sind die Gipfelbeschlüsse bemerkenswert – zum Beispiel die erweiterten Befugnisse des Eurorettungsschirms EFSF (European Financial Stability Facility). Er darf nun auch vorbeugende Kreditlinien für Länder in Gefahr zur Verfügung stellen. Zudem kann er künftig versuchen, ausufernde Spekulationen zu verhindern, indem er Papiere am Sekundärmarkt kauft, auf dem Anleger die Staatsanleihen unter sich handeln. Außerdem soll der EFSF klammen Staaten auch Gelder zuweisen können, wenn diese ihre kriselnde Finanzinstitute nicht mehr auffangen können. So wird Anlegern die Sorge vor Bankenpleiten genommen.

Des Weiteren bekommt der Rettungsplan für Griechenland mit der Verlängerung der Rückzahlungsfristen auf 15 bis 30 Jahre nun seine nötige langfristige Perspektive. Denn die Reformen brauchen Zeit, bis sie wirken. Wichtig ist dabei auch, dass die längeren Fristen die Chancen deutlich erhöhen, dass Griechenland die Kredite am Ende voll wieder zurückzahlt.

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

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In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

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Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

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Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr