Euro-Sondergipfel Image
Quelle: Fotolia

Der Schuldentausch entlastet Griechenland allein in den nächsten drei Jahren um 37 Milliarden Euro netto. Das Problem dabei: Die Ratingagenturen werten diese Aktion zumindest vorübergehend als teilweisen Zahlungsausfall. Und Moody’s hat bereits angekündigt, dass auch andere Eurostaaten herabgestuft werden könnten.

Davon abgesehen sind die Gipfelbeschlüsse bemerkenswert – zum Beispiel die erweiterten Befugnisse des Eurorettungsschirms EFSF (European Financial Stability Facility). Er darf nun auch vorbeugende Kreditlinien für Länder in Gefahr zur Verfügung stellen. Zudem kann er künftig versuchen, ausufernde Spekulationen zu verhindern, indem er Papiere am Sekundärmarkt kauft, auf dem Anleger die Staatsanleihen unter sich handeln. Außerdem soll der EFSF klammen Staaten auch Gelder zuweisen können, wenn diese ihre kriselnde Finanzinstitute nicht mehr auffangen können. So wird Anlegern die Sorge vor Bankenpleiten genommen.

Des Weiteren bekommt der Rettungsplan für Griechenland mit der Verlängerung der Rückzahlungsfristen auf 15 bis 30 Jahre nun seine nötige langfristige Perspektive. Denn die Reformen brauchen Zeit, bis sie wirken. Wichtig ist dabei auch, dass die längeren Fristen die Chancen deutlich erhöhen, dass Griechenland die Kredite am Ende voll wieder zurückzahlt.

EU-Reform: Europa, pack es an!
Gastbeitrag, 8. August 2017

Agnès Bénassy-Quéré, Michael Hüther, Philippe Martin und Guntram Wolff auf Spiegel Online und in Le Monde EU-Reform: Europa, pack es an!Arrow

Die Europäische Union hat jetzt die Chance, sich zu erneuern - wenn sie die richtigen Weichen stellt. Was muss jetzt getan werden? Drei gemeinsame Vorschläge von vier europäischen Wirtschaftsexperten auf Spiegel Online und in der französischen Tageszeitung Le Monde (die französische Version steht unter dem deutschen Beitrag). mehr

A new chance for private pension saving?
IW-Kurzbericht, 7. August 2017

Markus Demary / Susanna Kochskämper A new chance for private pension saving? Arrow

The European Commission aims at strengthening the cross-border provision of pension products by the introduction of Pan-European Personal Pensions (PEPP) as a new regime on top of existing national frameworks. However, a pre-requisite for the success of PEPP will be the support of the national legislators for this framework. mehr