EU-Klimapolitik Image
Klimawandel Quelle: Robert Angermayr – Fotolia

Für 2030 werden die europäischen Mitgliedstaaten möglicherweise einen klaren Auftrag aus Brüssel erhalten: die Reduktion ihrer Treibhausgase. Wie sie dieses Ziel erreichen, bliebe allerdings ihnen überlassen. Sie können beispielsweise – wie Deutschland – den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren und so CO2-Emissionen vermeiden. Sie können aber auch einfach weniger Energie verbrauchen – etwa in der Industrie, in den Privathaushalten oder im Straßen- und Schienenverkehr. Es würden also jeweils dort Emissionen eingespart, wo es für die Beteiligten am günstigsten beziehungsweise einfachsten möglich ist. Und genau das ist ja der Grundgedanke ökonomisch sinnvoller Umweltpolitik.

Wohingegen zusätzliche Ziele fürs Energiesparen oder den Ausbau erneuerbarer Energien, wie sie bisher in der europäischen Strategie 2020 verankert waren, diese Wahlfreiheit einschränken. Letztlich führte das dazu, dass die Umweltpolitik teurer wurde, ohne dass mehr Emissionen eingespart wurden. Seit langem mahnen Ökonomen daher eine kohärentere Klimapolitik an. Mit dem Vorschlag der Kommission ist auf EU-Ebene jetzt ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Ansprechpartner

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de