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Klimawandel Quelle: Robert Angermayr – Fotolia

Für 2030 werden die europäischen Mitgliedstaaten möglicherweise einen klaren Auftrag aus Brüssel erhalten: die Reduktion ihrer Treibhausgase. Wie sie dieses Ziel erreichen, bliebe allerdings ihnen überlassen. Sie können beispielsweise – wie Deutschland – den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren und so CO2-Emissionen vermeiden. Sie können aber auch einfach weniger Energie verbrauchen – etwa in der Industrie, in den Privathaushalten oder im Straßen- und Schienenverkehr. Es würden also jeweils dort Emissionen eingespart, wo es für die Beteiligten am günstigsten beziehungsweise einfachsten möglich ist. Und genau das ist ja der Grundgedanke ökonomisch sinnvoller Umweltpolitik.

Wohingegen zusätzliche Ziele fürs Energiesparen oder den Ausbau erneuerbarer Energien, wie sie bisher in der europäischen Strategie 2020 verankert waren, diese Wahlfreiheit einschränken. Letztlich führte das dazu, dass die Umweltpolitik teurer wurde, ohne dass mehr Emissionen eingespart wurden. Seit langem mahnen Ökonomen daher eine kohärentere Klimapolitik an. Mit dem Vorschlag der Kommission ist auf EU-Ebene jetzt ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

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22. November 2017

Adriana Neligan Das Plastik-ProblemArrow

Um der Berge an Plastikmüll Herr zu werden, will die EU im Dezember eine Kunststoffstrategie veröffentlichen. Viel zu tun gibt es allemal. mehr auf iwd.de

16. November 2017

Berit Schmiedendorf Die Küche bleibt immer öfter kaltArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Insgesamt können Verbraucher aus mehr als 170.000 Lebensmitteln und Zutaten ihren persönlichen Speiseplan zusammenstellen. Das Angebot an Nahrungsmitteln ist gigantisch, doch immer weniger Menschen kochen regelmäßig. mehr auf iwd.de

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de