Erstens ist der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die einer Arbeit nachgehen wollen, deutlich angestiegen. Dies betrifft vor allem Frauen und Ältere: So stieg die Erwerbsbeteiligung der Frauen von 62 Prozent im Jahr 1993 auf nunmehr über 70 Prozent.

Zweitens haben unter anderem die Reformen der Agenda 2010 für einen Schub bei der Beschäftigung gesorgt. Zwei Drittel des gesamten Zuwachses der Erwerbstätigkeit seit 1993 fiel in den Wirkungszeitraum der Agenda-Reformen.Drittens sorgte ein günstiges konjunkturelles Umfeld für eine steigende Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften. In den letzten 5 Jahren konnte immerhin dreimal das Wachstum von 1,5 Prozent überschritten werden, ab dem mit Beschäftigungsgewinnen gerechnet werden kann. In den 5 davor liegenden Jahren gelang dies nicht ein einziges Mal.