Erneuerbare Energien Image
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Derzeit wird verstärkt über eine grundlegende Reform der Förderung erneuerbarer Energien diskutiert. Statt fester Einspeisevergütungen für jede Kilowattstunde grünen Stroms sollten dann die Stromversorger verpflichtet werden, bestimmte Quoten an Ökostrom einzukaufen. Die Quoten sollten handelbar gemacht werden. Unterm Strich soll dadurch Ökostrom dort eingekauft werden, wo er am günstigsten ist. Der Wettbewerb zwischen den erneuerbaren Energien würde dann auch die Kosten der Stromerzeugung sinken lassen.

Seine größten Chancen könnte solch ein System ausspielen, wenn alle Länder in Europa mitmachen würden. Dann könnten beispielsweise Solaranlagen in Spanien besser genutzt werden, was aufgrund des längeren Sonnenscheins viel mehr Strom bei gleichen Kosten produzieren würde als in Deutschland. Würde ein Quotensystem in Deutschland eingeführt werden, wären wahrscheinlich für den Übergang Sonderregeln für bestimmte Technologien notwendig, wenn es nicht das sofortige Aus für Photovoltaik und Offshore-Wind bedeuten sollte.

Aber auch im bestehenden System der Ökostromförderung müssen die Kosten eingedämmt werden – zum Beispiel niedrigere Vergütungssätze und eine Deckelung für den zusätzlichen Bau von Solar- und Windkraftanlagen. Denn erneuerbare Energien müssen schnell marktfähig gemacht werden, wenn die Energiewende gelingen und bezahlbar bleiben soll.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de