Entgeltungleichheit Image
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Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Unternehmen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung mit in der Regel mehr als 15 Beschäftigten in regelmäßigen Abständen einen Entgeltbericht vorlegen müssen, der nach dem Geschlecht differenzierte Angaben ausweist. Unabhängige Sachverständige oder die Antidiskriminierungsstelle des Bundes überprüfen diese Berichte dann. Die Antidiskriminierungsstelle hat danach auch die Möglichkeit, Geldbußen zu verhängen, wenn z.B. Unternehmen binnen bestimmter Fristen nichts gegen eine zuvor festgestellte Entgeltungleichheit getan haben.

Der Entwurf vernachlässigt jedoch, dass das Phänomen der Entgeltungleichheit zum einen auf einer Vielzahl von Ursachen beruht: Knapp zwei Drittel des durchschnittlichen Entgeltunterschieds lassen sich allein etwa durch Unterschiede in der Ausbildung, Berufserfahrung, im Dienstalter, durch die Tätigkeit und weitere Faktoren erklären, wie das Statistische Bundesamt gezeigt hat.

Zum anderen wird durch die Berichtspflichten ein bürokratischer Aufwand für Unternehmen geschaffen, ohne dass mit diesem Verfahren zuverlässig eine Ungleichbehandlung nachgewiesen werden könnte. Denn Löhne zeigen auch Knappheiten: Gerade in Zeiten bestehender Fachkräfteengpässe kann es in individuellen Gehaltsverhandlungen und in bestimmten Berufen oder für bestimmte Qualifikationen notwendig sein, abweichende Löhne zu bezahlen.

Außerdem dürften Unternehmen grundsätzlich ein Eigeninteresse an funktionsgerechten und geschlechtsneutralen Entgeltstrukturen haben. Mit Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland, www.logib-d.de) steht ihnen bereits heute und auf freiwilliger Basis ein Analyseinstrument zur Verfügung, mit dem sie den Ursachen von möglichen Entlohnungsunterschieden nachspüren können.

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27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr