Entgeltungleichheit Image
Quelle: Fotolia

Denn hinter den 23 Prozent, die Männer laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 mehr verdienten als Frauen, steht eine Reihe von Gründen – auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es jede Menge Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und die muss man berücksichtigen, um die Hintergründe der Engeltungleichheit verstehen zu können. Werden also Entgelte von Frauen und Männern verglichen, die sich etwa hinsichtlich Ausbildung, Alter, Wohnregion, Dienstalter, Berufserfahrung und anderer Merkmale gleichen, schrumpft die Lücke deutlich, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. Berücksichtigt man auch familienbedingte Erwerbspausen, zeigt sich, dass der bereinigte geschlechtsspezifische Entgeltabstand nur noch rund 4 Prozent bei Frauen mit Kindern beträgt, die spätestens nach anderthalb Jahren wieder in den Beruf zurückgekehrt sind.

Und auch die Unternehmen selbst engagieren sich im Bereich der Chancen- und Entgeltgleichheit, wie etwa das Projekt Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) des Bundesfamilienministeriums zeigt: Von den 200 kostenfreien Logib-D Beratungspaketen wurden bereits über 140 an interessierte Unternehmen vergeben. Das Ministerium wirbt mit dem Projekt Logib-D bei deutschen Arbeitgebern für mehr Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern und stellt dazu u.a. eine Analysesoftware sowie weitere Informationen über die Webseite www.logib-d.de bereit.

Ansprechpartner

1. November 2017

Wido Geis / Katrin Orth Ohne Männer keine GeburtenArrow

Wie viele Kinder in einer Region geboren werden, hängt signifikant mit dem Geschlechterverhältnis vor Ort zusammen. Dem trägt die Statistik bislang allerdings kaum Rechnung, weil sie nur die Kinder pro Frau ausweist. mehr auf iwd.de

18. Oktober 2017

Sarah Pierenkemper Weibliche Flüchtlinge gezielt integrieren Arrow

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de

26. Juli 2017

Jörg Schmidt Traditionelle Rollenbilder leben längerArrow

In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de