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Denn hinter den 23 Prozent, die Männer laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 mehr verdienten als Frauen, steht eine Reihe von Gründen – auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es jede Menge Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und die muss man berücksichtigen, um die Hintergründe der Engeltungleichheit verstehen zu können. Werden also Entgelte von Frauen und Männern verglichen, die sich etwa hinsichtlich Ausbildung, Alter, Wohnregion, Dienstalter, Berufserfahrung und anderer Merkmale gleichen, schrumpft die Lücke deutlich, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. Berücksichtigt man auch familienbedingte Erwerbspausen, zeigt sich, dass der bereinigte geschlechtsspezifische Entgeltabstand nur noch rund 4 Prozent bei Frauen mit Kindern beträgt, die spätestens nach anderthalb Jahren wieder in den Beruf zurückgekehrt sind.

Und auch die Unternehmen selbst engagieren sich im Bereich der Chancen- und Entgeltgleichheit, wie etwa das Projekt Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) des Bundesfamilienministeriums zeigt: Von den 200 kostenfreien Logib-D Beratungspaketen wurden bereits über 140 an interessierte Unternehmen vergeben. Das Ministerium wirbt mit dem Projekt Logib-D bei deutschen Arbeitgebern für mehr Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern und stellt dazu u.a. eine Analysesoftware sowie weitere Informationen über die Webseite www.logib-d.de bereit.

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26. Juli 2017

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In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de

Unerwünschte Effekte von Lohntransparenz?!
IW-Report, 21. Juli 2017

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Vergleichsprozesse spielen für das persönliche Wohlbefinden generell eine große Rolle. In einer Studie hat IW-Ökonom Jörg Schmidt untersucht, wie sich Lohnvergleiche auf die individuell empfundene Lohngerechtigkeit auswirken. Damit liefert er einen empirischen Beitrag zur derzeitigen Diskussion über die Erhöhung der Lohntransparenz. mehr

Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2017

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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt auch in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Allerdings zeigt eine Datenauswertung, dass für Leitungspositionen eine Vollzeittätigkeit überwiegend der Standard ist und daher offenbar höhere Anforderungen an die Arbeitszeit gestellt werden. mehr