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Einzelne politische Parteien schlagen momentan als vermeintlich einfachsten Weg zur besseren Finanzierung der Energiewende vor, die Industrie stärker zur Kasse zu bitten. Bündnis 90/Die Grünen wollen so 4 Milliarden Euro pro Jahr einsammeln. Doch damit würden sich die mit dem EEG verbundenen Kosten der Industrie um zwei Drittel erhöhen. Für die Haushaltskunden könnten diese Mehreinnahmen gerade einmal den neuerlichen Anstieg der Umlage ausgleichen, nicht aber die bisherige Verteuerung des Stroms rückgängig machen.

Was die Parteipolitiker bei ihren Plänen nicht bedenken: Für viele energieintensive Unternehmen wie die Papierindustrie, die Kupfererzeugung und Aluhütten hätte die Umsetzung der Pläne das Aus am Standort Deutschland zur Folge.

Der viel bessere Weg wäre es deshalb, die Kostendynamik des EEG zu stoppen, damit die Belastung von Haushalten und Industrie nicht noch weiter steigt. Dafür ist es entscheidend, beim Ausbau der erneuerbaren Energien stärker als bisher auf Effizienz zu achten und einen wirklichen Wettbewerb um neue Ideen auf den Weg zu bringen.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de